Deal fixiert 09.08.2019, 09:20 Uhr

Broadcom übernimmt B2B-Geschäft von Symantec

Die Gesamtübernahme von Symantec durch Broadcom ist im Juli gescheitert. Nun sind sich die beiden Unternehmen doch noch einig geworden. Der Chiphersteller kauft nun die Enterprise-Sparte des Sicherheitsspezialisten.
Anfang Juli machten erstmals Gerüchte die Runde, dass Broadcom an einer milliardenschweren Übernahme von Symantec interessiert ist. Obwohl damals bereits von fortgeschrittenen Verhandlungen gesprochen wurde, scheiterte das Vorhabendoch noch. Mitte Monat legte der US-Chiphersteller seine Pläne ad acta (Computerworld berichtete). Der von dem Sicherheitsspezialisten geforderte Preis soll Broadcom zu hoch gewesen sein.
Nun konnten die beiden Unternehmen doch noch einen Deal einfädeln – allerdings in anderer Form, als ursprünglich geplant. Broadcom wird das Firmenkunden-Geschäft von Symantec übernehmen. Der Chipriese bestätigte dies am Donnerstagabend in einer Mitteilung. Die beiden Unternehmen hätten sich auf einen Kaufpreis von 10,7 Milliarden US-Dollar in bar geeinigt, heisst es darin.
Laut Broadcom soll die Übernahme voraussichtlich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 abgeschlossen werden. Beim Chiphersteller beginnt dieses am 4. November 2019. Dazu braucht das Unternehmen jedoch noch die Genehmigung von Behörden in den USA, der EU und Japan. Danach wandere der Markenname Symantec in den Besitz von Broadcom und werde in das eigene Portfolio aufgenommen, heisst es in der Mitteilung.
«Mergers & Acquisitions spielten eine zentrale Rolle in der Wachstumsstrategie von Broadcom. Diese Transaktion stellt den nächsten logischen Schritt in unserer Strategie nach den Übernahmen von Brocade und CA Technologies dar», wird Hock Tan, CEO von Broadcom, im Communiqué zitiert. Weiter erklärt er: «Symantecs Enterprise-Security-Sparte gilt als etablierter Marktführer im wachsenden Bereich der Unternehmenssicherheit und hat einige der weltweit leistungsfähigsten Defense-Lösungen entwickelt, die Daten – vom Endpunkt bis zur Cloud – vor der sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslandschaft schützen».


Das könnte Sie auch interessieren