Halbjahreszahlen 29.08.2018, 15:15 Uhr

Salt stagniert und gewinnt

Das Fernmeldeunternehmen Salt steigert den Halbjahresgewinn deutlich, wächst aber in Sachen Umsatz nicht wirklich.
(Quelle: pd)
Salt hat im ersten Halbjahr trotz eines stagnierenden Umsatzes deutlich mehr verdient. Der Umsatz verblieb bei 502,7 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) legte dagegen um 8,3 Prozent auf 230,6 Millionen Franken zu.
Denn Salt trat bei den Kosten auf die Bremse: So gingen die Verbindungsaufwendungen dank der Senkung der Durchleitungsgebühren von Anrufen aufs Handynetz der Konkurrenz zurück, welche die Swisscom, Sunrise und Salt auf Anfang Jahr vereinbart hatten. Auch die Roaminggebühren fielen tiefer aus als im Vorjahr, weil man neue, günstigere Verträge mit den ausländischen Telekomanbietern abgeschlossen habe, wie Salt im am Mittwoch veröffentlichten Semesterbericht schrieb.
Auch die Personalkosten sanken spürbar, nachdem Salt 24 Vollzeitstellen weniger hatte als vor zwölf Monaten. Ende Juni arbeiteten noch 684 Vollzeitbeschäftigte für den Mobilfunker. Zudem konnten die operativen Kosten für IT und Netzwerk gesenkt werden, weil Salt dieses nun wieder selber betreibt.

Mehr Handykunden

Zugleich konnte Salt neue Kunden anlocken. Im zweiten Quartal hätten die Abo-Kunden um 13'000 zugenommen. Die Abwanderungsrate sei auf den tiefsten Stand seit 2015 gefallen. Ende Juni hatte Salt 1,235 Millionen Abo-Kunden. Das sind 27'000 mehr als vor einem Jahr.  Auch bei den Prepaidkunden konnte Salt in den vergangenen zwölf Monaten um 17'000 Nutzer zulegen. Ende Juni telefonierten 685'000 Kunden per Vorauszahlung mit dem Mobilfunker.
Die erheblichen Investitionen in das Handynetz und die Servicequalität der letzten Jahre würden Früchte tragen, schrieb Salt. Die Surfgeschwindigkeit sei durch die Einführung von Niedrigfrequenzen und dem Ausbau der 4G+-Technologie erhöht worden. Man habe 432 Antennen neu installiert oder aufgerüstet.
Die cashwirksamen Investitionen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 88,3 Millionen Franken. Das seien 45 Prozent mehr als im Vorjahressemester, schrieb Salt.


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