Adaptionsgeschwindigkeit ist entscheidend
06.09.2018, 15:04 Uhr

KI verdoppelt den Cashflow im Unternehmen

Unternehmen können sich durch den Einsatz von KI einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Je früher die Technologie dabei implementiert wird, desto grösser die Wachstumschancen. Das ergab jüngst eine McKinsey-Studie.
(Quelle: Yurchanka Siarhei / Shutterstock.com)
Je früher ein Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) in seine Prozesse integriert, desto stärker kann der Cashflow gesteigert werden. Das besagt eine Studie des McKinsey Global Institut (MGI). Ausserdem könne die Technologie das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 zusätzlich um rund 1,2 Prozentpunkte pro Jahr steigern.
Die Adaptionsgeschwindigkeit der Technologie trage ebenso zum Produktivitätswachstum bei wie auch die Arbeitsmarktstrukturen eines Landes. Deutschland habe etwa das Potenzial sein BIP um jährlich rund 1,3 Prozent anzuheben, so die Experten.
"Deutschland verfügt über genügend Kapazitäten, um Innovationen in grossem Massstab realisieren und die Vermarktung von KI-Lösungen beschleunigen zu können", sagt Peter Breuer von McKinsey. Nachholbedarf sieht er jedoch bei den Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung.
Breuer zieht den Vergleich zu China, dessen Wachstumspotenzial gleichauf mit dem Deutschlands ist. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass das Reich der Mitte ein erheblich besseres Investitionspotenzial aufweisen kann. Ausserdem flossen etwa vergangenes Jahr fast die Hälfte (48 Prozent) der weltweiten Investitionen für KI-Star-ups nach China. Das entspricht einem ungefähren Wert von 15,2 Milliarden US-Dollar.

Frühzeitige Adaption kann Cashflow verdoppeln

KI werde zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Firmen, die die KI frühzeitig implementieren, hätten sogar Aussichten darauf, ihren Cashflow zu verdoppeln, so Breuer. Diejenigen, die damit eher zögern, müssten hingegen mit einem Rückgang von bis zu 20 Prozent des heutigen Niveaus rechnen.
Das MGI teilt KI in die Kategorien automatische Bilderkennung, natürliche Sprache, virtuelle Assistenten, Roboter-basierte Prozessautomatisierung und fortgeschrittenes maschinelles Lernen ein. Die Prognosen besagen, dass rund 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine der Kategorien bis 2030 nutzen werden.
Für die Studie wurden 3000 Unternehmen aus 14 Branchen befragt. Die vollständige Studie trägt den Namen «Notes from the frontier: Modeling impact of AI on the world economy» und steht zum kostenlosen Download auf der Webseite von McKinsey zur Verfügung.



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