«Swiss Venture Funding Map» 24.09.2020, 10:15 Uhr

Berner Start-up unterstützt andere Jungunternehmen bei der Investorensuche

Das Berner Start-up Leva hat die erste «Venture Funding Map» der Schweiz erstellt. Sie soll anderen Jungunternehmen bei der Suche nach möglichen Investoren als Guide dienen.
In der «Swiss Venture Funding Map 2020» sind VCs, Corporate VCs und Business Angel Networks aufgeführt
(Quelle: Leva)
Gründerinnen und Gründer, die ihr Start-up voranbringen wollen, sind zwangsläufig auf Geld angewiesen. Das kommt oftmals entweder von Investoren oder Business Angels. Und Risikokapitalgeber gibt es in der Schweiz bereits einige – da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren.
Damit sich andere Jungunternehmen im Dschungel potenzieller Geldgeber besser zurechtfinden, hat das Berner Fundtech-Start-up Leva nun die erste «Venture Funding Map» veröffentlicht. Die Map stellt insgesamt 123 Investoren und Business-Angel-Organisationen vor, die eine Niederlassung in der Schweiz haben.
Laut Cosimo Donati, dem CEO und Gründer von Leva, gibt es in der Schweizer Start-up-Community bislang verschiedene Start-up-Maps. Allerdings fehle noch eine Übersicht, die die hiesige Investoren-Szene abbilde. «Mit der ‹Swiss Venture Funding Map› wollen wir den Start-ups helfen, schneller die richtigen Investoren zu finden», erläutert er seine Motivation dahinter.

VCs investieren lieber kurz- statt langfristig

Unter die Lupe genommen hat das Leva-Team auch, in welchen Phasen die Risikokapitalgeber investieren. Dem Start-up zufolge ist dabei auffallend, dass sich 68 der 85 Venture-Capital-Firmen bereits früh an Jungfirmen beteiligen. Dagegen gebe es jedoch verhältnismässig wenige, die auch die Mittel und den Atem hätten, Start-ups langfristig in Folgerunden zu finanzieren.
Die Übersicht zeigt ausserdem, dass hierzulande inzwischen auch viele etablierte Firmen die Start-up-Welt für sich entdeckt haben und regelmässig Corporate-Venture-Capital-Investitionen tätigen. So werden in der «Swiss Venture Funding Map» denn auch mehr als 20 Grossunternehmen aufgeführt, die vielversprechenden Start-ups unter die Arme greifen. Bei Leva zeigt man sich davon überzeugt, dass solche Investitionen massgebend zum Wachstum der Schweizer Start-up-Szene beitragen.

Aufwendige Analyse

Das Berner Jungunternehmen analysierte für die Erstellung der «Swiss Venture Funding Map 2020» gemäss eigenen Angaben über 250 in der Schweiz niedergelassene Venture-Capital-Investoren. Dabei habe man ausschliesslich auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen. 123 der aktivsten Investoren schafften es schliesslich in die Übersicht. Family Offices und Investoren Clubs von Privatbanken seien nicht berücksichtigt worden, erklärt die Jungfirma.
Das Fundtech-Start-up Leva setzt sich selbst zum Ziel, frischen Wind in die Finanzierung von Startups zu bringen. Mit ihrer Lösung «Venture Syndikat» wollen die Berner den komplizierten und kostspieligen Prozess hinter Finanzierungsrunden vereinfachen – und zwar für Start-ups und Investoren gleichzeitig.
Mit der Lösung sollen sich Investoren mit wenigen Klicks zu einer Gruppe zusammenschliessen können, um gemeinsam in ein Projekt zu investieren. «Die Venture-Capital-Branche hat in den letzten 30 Jahren kaum Innovationen erfahren. Es ist Zeit, einer neuen Generation von Investoren und Gründerteams die Werkzeuge zu geben, die sie benötigen, um die Gewinner von morgen zu finanzieren», ist der Leva-Gründer Cosimo Donati überzeugt.


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