SAP Sapphire Zurich 2022 09.06.2022, 20:06 Uhr

Software-Hersteller präsentiert sich vor grossem Publikum

SAP ist derzeit mit seinem Kundenevent SAP Sapphire 2022 auf Tour. Nun machte dieser Station in Zürich. Rund 1300 Teilnehmende fanden sich im Kongresshaus ein.
Mehdi Al-Radhi, COO von Wingcopter (links), erklärte in der Keynote von Alexander Klaeger, President Middle & Eastern Europe bei SAP (rechts), wie seine Drohnenfirma Software von SAP nutzt.
(Quelle: Daniel Thüler)
SAP, einer der grössten Softwarehersteller der Welt, führte am Donnerstag, 9. Juni 2022, im Kongresshaus Zürich seinen Kundenevent SAP Sapphire 2022 durch. So verbreitet die Business-Software von SAP ist, so gross war das Interesse: Rund 1300 Personen nahmen live vor Ort teil, einerseits um sich über die SAP-Produkte und deren Weiterentwicklung informieren zu lassen, andererseits um sich mit SAP-Experten und -Partner sowie Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen und auszutauschen.

Kunden erklären, wie sie SAP nutzen

Den Auftakt der SAP Sapphire machten zwei Keynotes. Die bestritt Alexander Klaeger, President Middle & Eastern Europe (MEE) bei SAP, der auf der Bühne mehrere namhafte Gäste begrüssen konnte: Rainer Baumann, COO der Migros-Gruppe, Vincent Laplante, Procurement Manager bei der Richemont-Gruppe, und Mehdi Al-Radhi, COO von Wingcopter. Zuerst aber präsentierte Svetlana Rieb, Cloud Transformation Officer bei SAP, anhand des Beispiels aus der Modebranche die Business Technology Platform von SAP.

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Impressionen von der SAP Sapphire 2022 in Zürich

Danach sorgte Baumann mit einem Vergleich für viele Lacher. Die Migros arbeite schon sehr lange mit SAP zusammen: «Und wenn ich unser Portfolio anschaue, oh mein Gott, ist da viel SAP.» Es sei fast so, als wären die beiden Unternehmen verheiratet. Trotzdem müsse er sich immer wieder einmal fragen, mit welchen Partnern er in Zukunft arbeiten wolle. «Und wenn ich in meinem Freundeskreis herumschaue, lassen sich nach zwei Dekaden und in unserem Alter doch die einen oder anderen Paare scheiden», scherzte er. Die Alternative sei, eine noch tiefere und nachhaltige Beziehung einzugehen, indem man versuche, gemeinsam das Beste zu erreichen. Auch bevorzuge er, statt zwei, drei oder mehr Partnern lieber nur einen zu haben, der aber wirklich Verantwortung übernimmt. Er sei überzeugt, dass SAP ein solcher ist – es spreche also nichts gegen eine Fortführung der Ehe.
Laplante führte danach aus, dass die SAP-Software Richemont auch dabei helfe, die Supply Chains sicherer, aber auch umfassend transparent zu machen – es sei heute sehr wichtig, genau zu wissen, woher die Rohmaterialien, wie beispielsweise Gold und Diamanten, stammen. Al-Radhi erklärte, das Wingcopter auf SAP setze, weil dessen Software effektive und effiziente End-to-End-Prozesse unterstütze, hervorragend skalierbar sei und Wingcopter dabei assistiere, von einem Hersteller auch zu einem Serviceprovider zu werden.

Nachhaltigkeit ein zentrales Thema

In der zweite Keynote sprach Sabine Bendiek, People & Operating Officer, unter anderem darüber, weshalb Sustainable Business für SAP einen sehr grossen Stellenwert hat: «Wir wollen unseren Kunden nachhaltige Technologien und Prozesse zur Verfügung stellen, weil wir so dabei helfen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.» Anschliessend diskutierte sie mit der Politphilosophin Katja Gentinetta und der Fintech-Unternehmerin Christina Kehl zu diesem Thema. Moderiert wurde das interessante Gespräch von der ehemaligen SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen.

Ein Fest am Abend

Am Nachmittag wurden insbesondere Customer Success Stories und Showcases geboten, bevor es am Abend ein Festprogramm gab. Dies gleich aus zwei Gründen: «SAP feiert dieses Jahr den 50. Geburtstag», sagte Michael Locher, Managing Director bei SAP Schweiz, in seiner Begrüssung. «Zudem wurde 1992, also vor 30 Jahren, die Schweizer SAP-Niederlassung in die SAP (Schweiz) AG umgewandelt.» Moderiert wurde die SAP Sapphire Zurich von SRF-Wissenschaftsmoderator Tobias Müller («Einstein»).



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