29.01.2013, 18:04 Uhr
VMware fokussiert auf profitable Geschäftsbereiche
VMware präsentiert gute Geschäftszahlen, bleibt aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie sackte daraufhin zweistellig ins Minus.
VMware-CEO Patrick Gelsinger will sich auf stärker auf die profitablen Kerngeschäftsbereiche konzentrieren.
Der erfolgsverwöhnte Virtualisierungsspezialist VMware will bis Jahresende 900 Mitarbeiter entlassen. Betroffen ist unter anderem der Geschäftsbereich der Präsentationssoftware Sliderocket. Gleichzeitig will das Unternehmen in den profitablen Kerngeschäftsbereichen die Zahl der Mitarbeiter um 1000 erhöhen. Der Grund: Zwar erwartet VMware für das kommende Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 5,23 und 5,35 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem dicken Umsatzplus von 15 bis 16 Prozent. VMware liegt damit aber unter den Erwartungen der Analysten. Die Aktie des Unternehmens sackte daraufhin zweistellig ins Minus.
Analysten erwarten mehr
Die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr, die VMware am Dienstag präsentierte, sehen durchweg gut aus. Das Unternehmen steigerte seinen Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 4,61 Milliarden Dollar. Der Gewinn (net income) stieg von 724 auf 745,7 Milliarden Dollar. Anlass zur Sorge gibt allerdings der US-Markt, wo die Aufträge der öffentlichen Hand zurückgegangen seien, schreibt das Wallstreet Journal. 2012 war für VMware ein ereignisreiches Jahr. Das Führungszepter ging - nach monatelangen Spekulationen - von Paul Maritz an den Ex-Intel-Mann Patrick Gelsinger über. Sorgen machten Kunden die proprietären Lösungen des Unternehmens. Hier unternahm VMware im Herbst 2012 erste, notwendige Schritte Richtung Öffnung. Die aktuelle Version des vCloud Automation Center (Release 5.1) provisioniert virtueller Maschinen (VM) nicht nur auf Basis des hauseigenen vSphere, sondern auch auf Microsoft Hyper-V, XenServer und Amazon EC2 (Storage Provisioning).