BYOD 19.02.2013, 08:25 Uhr

Schweizer sind Vorreiter

Eine Studie von Avanade belegt, dass Schweizer Unternehmen beim Thema Bring Your Own Device (BYOD) Vorreiter sind.
Insgesamt melden 90 Prozent der Schweizer Firmen, dass mindestens die Hälfte ihrer Belegschaft eigene mobile Endgeräte einsetzt. International setzen nur in 42 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter eigene Smartphones oder Tablets ein. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: 50 Prozent der befragten Schweizer Firmen gaben ebenfalls an, dass der BYOD-Trend zu zusätzlichen Herausforderungen führt. 44 Prozent der befragten Unternehmen sehen es als Herausforderung die richtige Governance und IT-Security einzuführen. Hier sind die Schweizer etwas optimistischer als der Durchschnitt, der bei 52 Prozent liegt. Avanade führte die Studie zusammen mit dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Wakefield Research durch. Insgesamt wurden rund 600 Führungskräfte und IT-Entscheider in 19 Ländern befragt.

Weitere Studiendetails

Die Avanade-Studie zeigt zudem, dass in der Mehrheit der befragten Unternehmen ? insgesamt 61 Prozent ? die Mitarbeiter ihre eigenen Geräte geschäftlich einsetzen. In der Schweiz sind dabei besonders Tablets beliebt: 60 Prozent der Firmen gaben an, dass mindestens die Hälfte der Anwender diese für einfache Business-Anwendungen wie Office-Programme oder E-Mail einsetzen. 20 Prozent der Mitarbeiter greifen über Tablets und 40 Prozent der Mitarbeiter über Smartphones auf Unternehmensapplikationen, wie Customer Relationship Management (CRM), Datenanalyse oder Projektmanagement zu. In 20 Prozent der Firmen nutzt die Mehrheit der Mitarbeiter diese Anwendungen. Auf der nächsten Seite: Arbeitsprozesse müssen angepasst werden

Durch den Einsatz der mobilen Endgeräte verndern sich die Arbeitsmodelle und Prozesse, auch dies zeigt die Studie. Allerdings müssen Unternehmen radikal umdenken, um davon zu profitieren. Bei 57 Prozent der Schweizer Studienteilnehmer haben sich mindestens zwei Prozesse geändert, dazu gehören:
  • 43 Prozent gaben an, dass sich vor allem Sales- und Marketing-Prozesse verändert haben
  • In IT Managementprozessen gab es in 29 Prozent der Unternehmen Prozessänderungen
  • Bei jeweils 29 Prozent wurden neue oder veränderte Abläufe in den Bereichen Kundenservice und -Support, Mitarbeiter-Recruiting sowie Produktentwicklung eingeführt
  • Schlusslicht sind die Auftragsabwicklung und die Produktentwicklungsprozesse: Nur 14 Prozent der Unternehmen meldeten hier Prozessveränderungen
Bei den befragten Schweizer Firmen sind dabei sowohl die IT mit 20 Prozent als auch die Personalabteilung mit ebenfalls 20 Prozent die treibenden Kräfte, wenn es um den Support neuer Arbeitsmodelle geht. Bei der Änderung der Abläufe im Unternehmen überwiegen laut Aussage der Schweizer Befragten insgesamt die «weichen» Vorteile: 40 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen gaben an, dass durch die Änderung der Arbeitsprozesse, die Möglichkeit dem Kunden schneller antworten zu können, sich verbessert. 20 Prozent sind der Meinung, besser und effizienter Deadlines einhalten zu können und zudem sahen auch 20 Prozent höhere Verkaufszahlen und optimierte Akquisitionsmöglichkeiten durch die Änderung der Prozesse. Lesen Sie auf der nächsten Seite: Sicherheit als Knackpunkt

Die Avanade-Studie zeigte schliesslich eines ganz deutlich: Es gibt eine signifikante Lücke zwischen den Erwartungen des Managements und der Realisierung durch die IT. Der grösste Faktor ist hier das Thema Sicherheit: Während die Führungskräfte eher die Vorteile von BYOD sehen, denkt die IT-Abteilung über die Gefahren nach.

«Weltweit befinden sich Unternehmen im Wandel: Geschäftsprozesse ändern sich kontinuierlich, Anwender arbeiten flexibler und mobiler ? sie verlangen Zugriff auf Firmenanwendungen und zwar jederzeit und an jedem Ort. Consumer-Technologien und BYOD beschleunigen diese Veränderungen», so Michael Zill, Chief Technology Officer, Avanade. «Nur Unternehmen, die sich dieser veränderten Geschäftswelt anpassen, werden auf Dauer erfolgreich und dem Wettbewerb voraus sein. Jetzt ist daher der beste Zeitpunkt, ihre Arbeitsmodelle und Prozesse flexibler zu gestalten. Nur so erzielen sie künftig nicht nur bessere Geschäftsergebnisse und ein höheres Wachstum, sondern haben auch zufriedenere Mitarbeiter und einen schnelleren Time-to-Market bei neuen Produkten und Services.»


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