04.05.2016, 10:33 Uhr

Cyber-Angriffe auf Ruag und VBS

Der Schweizer Rüstungskonzern Ruag und das eidgenössische Verteidigungsdepartement VBS sind offenbar Opfer von gezielten Cyberangriffen geworden. Die Spur führt nach Russland.
Hacker haben im vergangenen Januar versucht, den Rüstungsbetrieb Ruag und das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auszuspionieren. Bundesrat Guy Parmelin bestätigte entsprechende Medieninformationen. Unklar ist, welche Schäden die Angreifer anrichteten.
«Die Angriffe dienten der Industriespionage», sagte Verteidigungsminister Parmelin in einem Interview mit den Zeitungen Tages-Anzeiger und «Der Bund» vom Dienstag. Er bestätigte damit Recherchen der Zeitungen. Diese berichteten auch, dass Russland hinter den Angriffen vermutet wird. Der Cyberangriff auf das VBS habe im Januar während des Weltwirtschaftsforums stattgefunden, sagte Parmelin. «Wir konnten dagegen vorgehen und weiterhin funktionieren.» Zum Ausmass des Angriffs auf die Ruag, die im vollständigen Besitz des Bundes ist und enge Bande zur Armee hat, äusserte sich Parmelin nicht. Der Bundesrat sei informiert worden. «Er hat mehrere Massnahmen vorgeschlagen, die nun realisiert werden.» Ausserdem habe die Bundesanwaltschaft ein Verfahren wegen des Angriffs eröffnet.


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