15.12.2016, 14:33 Uhr

Amazon liefert erstmals per Drohne aus

Der US-Onlineriese hat sein Prime Air Programm erfolgreich gestartet. Bis zur Massentauglichkeit ist es allerdings noch ein weiter Weg.
Amazon hat in England zum ersten Mal eine kommerzielle Bestellung per Drohne ausgeliefert. Dies teilte der US-Onlinehändler am vergangenen Mittwoch mit. Das Fluggerät des Unternehmens landete in einem Garten eines Kunden in der Nähe von Cambridge. Im Paket waren ein TV-Streaming-Stick von Amazon und eine Tüte Popcorn. Der Kunde gab seine Bestellung lediglich 13 Minuten vorher online auf. 
Amazon stellte sein Drohnen-Programm Prime Air vor drei Jahren vor. Ziel ist es, Pakete innerhalb von 30 Minuten nach Bestellung auszuliefern. Der Dienst soll sieben Tage in der Woche tagsüber angeboten werden - sofern das Wetter mitspielt. Die Drohnen sollen Pakete bis zu knapp 2,5 Kilogramm transportieren können. Gesteuert werden sie per GPS. Mit der erfolgreichen Zustellung in der letzten Woche kommt Amazon der Realisierung ein grosses Stück näher. Auch andere Grossfirmen wie UPS, Walmart oder die Google-Mutter Alphabet experimentieren mit Drohnen. Nächste Seite: Scharfe Richtlinien und Video

Scharfe Richtlinien

Amazon will sein Luft-Programm massentauglich machen und auf der ganzen Welt ausrollen. Bis es soweit ist, dürften allerdings noch Jahre vergehen. Im Weg stehen noch viele scharfe behördliche Richtlinien und hohe Sicherheitshürden. In den USA etwa ist die Lieferung per Drohe verboten.  Auch in England steckt die Lieferung per Drohne noch noch in den Kinderschuhen. Am Projekt von Amazon nehmen derzeit erst zwei Kunden teil. Hunderte weitere Kunden sollen aber bald hinzukommen. Die englischen Behörden haben das Programm von Amazon im Juli abgesegnet. Allerdings unterliegen die Drohnenflüge auch hier starken Einschränkungen. 


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