04.02.2005, 00:00 Uhr

Bücherhochburgen im Wandel

Bibliotheken stehen im Spannungsfeld zwischen digitaler Zukunft und Papier-lastiger Vergangenheit. Vor diesem Hintergrund hat die ETH-Bilbliothek ein zweitägiges Symposium veranstaltet, das die kommenden Entwicklungen der Wissensburgen zu thematisieren suchte.
Wissenschaftliche Bibliotheken stellen sich im digitalen Zeitalter einige Herausforderungen: Nicht nur bringen sie der sprunghafte Anstieg der Zahl der Periodika-Titel sowie deren Kosten in finanzielle Nöte, auch führt die rasant wachsende Digitalisierung dazu, dass die Nutzung der Bibliothek sich hin zum Arbeitsplatz der Anwebder verlagert. Zudem ist der Ausgang des Seilzeihens um einen kostenfreien Zugang zu Journalen noch ungewiss.
Gerade Forschungsbibliotheken müssten entschiedener zu Grossportalen mutieren, die Wissenschaftlern übers Web umfassenden Zugang zu digitaler Information eröffnen und dazu geeignete Dienstleistungen anbieten, heisst es. Damit gerate die einzelne Institution unter Rechtfertiugungsdruck. Eine sehr enge Zusammenarbeit der Bibliotheken im Hinblick auf eine starke Vernetzung sei daher essentiell. Gute Bibliothekare als Fachleute und Know-how-Vermittler für schwierige Recherchen würde dann nach wie vor eine entscheidende Bedeutung zukommen, so das Resume des Kongresses.


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