03.03.2006, 14:42 Uhr

Microsoft mit scharfem Protest gegen EU-Kommission

Im laufenden Kartellrechtsverfahren mit der EU richtet Microsoft schwere Vorwürfe an die zuständigen Wettbewerbsbehörden.
Die EU-Wettbewerbskommission arbeite aktiv mit Microsoft-Konkurrenten zusammen und versage als unabhängiger Regulator, beklagt sich der Softwarekonzern. Laut dem Windows-Hersteller ermutigt die Kommission «geheime Kontakte» zwischen Geschäftskonkurrenten wie Sun Microsystems und IBM sowie der unabhängigen Beobachtungsstelle und technischen Experten der EU. Dadurch würden grundlegende Richtlinien verletzt. Grund für den Vorwurf sind die Einwände der Wettbewerbshüter, dass Microsoft noch immer nicht alle geforderten Kartellrechtsauflagen umgesetzt habe. Für Microsoft steht in dem Kartellrechtsverfahren viel auf dem Spiel. Erfüllt das Unternehmen die Forderungen der EU nicht vollständig, muss es im schlimmsten Fall eine tägliche Busse von bis zu zwei Millionen Euro bezahlen. Uneinig sind sich die beiden Parteien noch immer über die Offenlegung von Schnittstellenspezifikationen.



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