06.01.2012, 14:56 Uhr

Kodak vor dem Ende

Der Aktienkurs des amerikanischen Konzerns steuert zielstrebig gegen Null. Dem Traditionsunternehmen wird ein baldiger Konkurs vorausgesagt.
Klassiker aus Analogzeiten: Kodak Instamatic
Das Traditionsunternehmen Eastman Kodak steht vor dem Konkurs - so sehen es jedenfalls zahlreiche Medien. Die Aktie befindet sich seit einem Monat konstant unter 1 Dollar, Tendenz weiter sinkend. Offenbar könnte nur noch ein baldiger Verkauf digitaler Patente das Unternehmen vor dem Konkurs retten, aber dazu müssten sich Käufer finden.

Kodak hat es nicht geschafft, die wegbrechenden Einnahmen aus dem Fotofilmgeschäft durch Verkaufsschlager im digitalen Bereich zu ersetzen. Zwar hat Kodak Digitalkameras, digitale Fotorahmen und Speicherkarten im Sortiment, doch diese nehmen nicht ansatzweise die marktbeherrschende Stellung ein, die Kodakfilme und Kameras in den 1960er- und 1970er-Jahren inne hatten. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die USA schon lange kein idealer Produktionsstandort mehr sind, schon gar nicht für günstige Massenware. Alles, was Kodak herstellt, kann auch von chinesischen Unternehmen produziert und auf den Markt gebracht werden. Heute lebt die Kodak-Legende in Form der iPhone-App Instagram weiter. Bezeichnenderweise stammt die überaus erfolgreiche Software nicht von Kodak selber.


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