Serie: Optimismus trotz Corona 16.10.2020, 17:05 Uhr

Thomas Hersche von Sage Schweiz über Optimismus in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise verunsichert Gesellschaft wie Wirtschaft. Thomas Hersche, Country Manager bei Sage Schweiz, erklärt, wie er Mitarbeitenden und Kunden Zuversicht in unsicheren Zeiten vermittelt und wie er dabei selbst optimistisch bleibt.
Thomas Hersche, Country Manager, Sage Schweiz
(Quelle: Sage Schweiz)
Computerworld: Wie behalten Sie Ihren Kampfgeist in Krisenzeiten?
Thomas Hersche: Lassen Sie uns lieber von Eigenmotivation als von Kampfgeist sprechen. Wir waren sehr gut vorbereitet, da wir eine klare Strategie mit Fokus auf den drei zentralen Themen Kundenerfolg, Mitarbeitererfolg und Innovation haben und diese weiterhin verfolgen. Selbstverständlich ist die Motivation “auf Distanz” nicht immer einfach und es gehört ein starkes Team dazu.
CW: Wie vermitteln Sie Ihrem Team Zuversicht?
Hersche: Wir haben den Draht zu den Mitarbeitenden verstärkt. So haben wir unter anderem die Frequenz der internen Kommunikation stark erhöht und zum Beispiel ein wöchentliches virtuelles Meeting für alle Mitarbeitenden initiiert, an dem wir Informationen aus der Geschäftsleitung teilen und Fragen beantworten.
“Ich denke, dass die ICT-Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.Viele Unternehmen haben an den Vorteilen der Digitalisierung geschnuppert und gerade kleinere Firmen haben die Zeit genutzt, um in die Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsprozesse zu investieren„
Thomas Hersche, Country Manager, Sage Schweiz
CW: Wie stärken Sie in Krisenzeiten den Draht zum Kunden?
Hersche: Unsere Kunden wurden mit ausserordentlichen Themen, wie z.B. Kurzarbeit, konfrontiert. Da sind wir eingesprungen und waren in der Rolle als Berater und Problemlöser sehr stark in die operativen Prozesse unserer Kunden involviert. Das Angebot an Online-Hilfen haben wir zeitnah ausgebaut und den Support hochgefahren, um Unsicherheiten abzufangen.
CW: Wie kann die Schweizer ICT-Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen?
Hersche: Die Krise hat durch das breit praktizierte Remote Working einen regelrechten Digitalisierungsschub ausgelöst und verdeutlicht, dass Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad gute Voraussetzungen haben, diese zu meistern.  In vielen Unternehmen ist in den letzten Monaten die Bereitschaft gestiegen, sich konkret mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dies eröffnet vielen Bereichen der ICT-Wirtschaft neue Chancen, um ihre Lösungen und Services noch stärker darauf auszurichten.
CW: Wo wird die Schweizer ICT-Branche in einem Jahr stehen?
Hersche: Ich denke, dass die ICT-Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Themen wie Home Office und Cloud sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Viele Unternehmen haben an den Vorteilen der Digitalisierung geschnuppert und gerade kleinere Unternehmen haben die Zeit genutzt, um in die Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsprozesse zu investieren.


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