Auf einen Kaffee mit Markus Brunold 28.07.2020, 15:03 Uhr

«Meine Frau ist mein Vorbild!»

Markus Brunold amtet bei bei BSI seit 2014 als Geschäftsführer. Im persönlichen Interview spricht er unter anderem über das grösste Problem der Software-Entwicklung und seine Motivation. Zudem gibt Brunold Tipps für eine gelungene Auszeit.
(Quelle: BSI)
Computerworld: Das Schöne an Software ist ...
Markus Brunold: Man kann mit ihr Probleme lösen, Arbeit vereinfachen, Fehler reduzieren – kurzum: Anwender und Kunden glücklich machen.
CW: Sie sind studierter Software Engineer. Allerdings fordert Sie als CEO das Tagesgeschäft heute in ganz anderen Bereichen. Wann haben Sie das letzte Mal eine Zeile Software-Code geschrieben?
Brunold: Das liegt leider schon etwa zehn Jahre zurück.
CW: Das grösste Problem der Software-Entwicklung ist ...
Brunold: Es gibt immer mehr Tools und immer weniger durchgängige Entwicklung. Der direkte Draht im Unternehmen zwischen dem, der die Anforderungen stellt und den Anwendern geht verloren; es gibt immer mehr Zwischenstellen. Das führt zum «Flüsterpost»-Effekt. Es kommt nie das an, was initial gesagt wurde. Zudem wird oft an den Bedürfnissen vorbei entwickelt.
CW: Ihr Lösungsvorschlag lautet ...
Brunold: Zuhören und verstehen, was der Kunde wirklich will. Weniger Zwischenstellen, dafür direkte Wege zum Entwickler. Pragmatischer und schneller Lösungen bringen und dann iterativ verbessern.
CW: Sie kommen morgens gerne ins Büro ...
Brunold: Weil ich gerne arbeite und es liebe, in einem Umfeld zu arbeiten, das von Vertrauen, Schaffenskraft und stetiger Transformation geprägt ist.
CW: Ihr Vorbild ist ...
Brunold: Meine Frau – sie managed die ganze Familie.
CW: Auf diesen Social Networks sind Sie unterwegs ...
Brunold: Man trifft mich auf LinkedIn, Xing und Instagram.
CW: Mit dieser berühmten Person würden Sie sich gerne einmal unterhalten ...
Brunold: Mit Roger Federer. Er ist eine sehr interessante Person. Mich fasziniert, dass er seit Jahren auf Top-Niveau Tennis spielt.
CW: Zuletzt verblüfft hat Sie ...
Brunold: Meine Kinder, sie werden immer erwachsener.
CW: Wenn Sie nicht bei Ihrer jetzigen Firma arbeiten würden, käme folgender Job infrage ...
Brunold: Hotelmanager. Bei der Berufswahl musste ich mich zwischen Hotelfachschule und Informatikstudium entscheiden. Die Informatik hat gewonnen.
CW: Ihr liebstes Gadget ...
Brunold: Leider mein Handy. Ich brauche es wohl zu häufig.
CW: Ihr Tipp für eine Auszeit ...
Brunold: Berge oder Wasser sind immer eine gute Idee. Ich empfehle Sportarten wie Skifahren oder Wassersport, um den Kopf frei zu bekommen.
CW: Die Top 3 Ihrer Bucket List ...
Brunold: Eine Weltreise unternehmen, einen Tennismatch gegen Roger Federer spielen und an der Beach-Volleyball-Senioren-WM teilnehmen.
CW: Ihre grösste Tugend ...
Brunold: Ich bin verständnisvoll.
CW: Ihr grösstes Laster ...
Brunold: Feines Essen.
CW: Ihr Lieblingsessen ...
Brunold: Alles, was die italienische Küche zu bieten hat.
CW: An der Bar bestellen Sie ...
Brunold: Gin Tonic. Einfach, aber gut.
CW: Wenn Sie nicht arbeiten ...
Brunold: Dann geniesse ich die Zeit mit meiner Familie.
CW: Zu Hause ist ...
Brunold: Zu Hause ist dort, wo meine Familie ist. Wenn dann noch Berge, ein See oder das Meer in der Nähe sind, bin ich wunschlos glücklich.
CW: Der Spitzname in Ihrer Jugend lautete ...
Brunold: Der ist geheim! Heute habe ich meines Wissens nach keinen Spitznamen.
CW: Diesen Film haben Sie zuletzt gesehen ...
Brunold: Ich schaue sehr wenige Filme, zuletzt aber die SRF-Doku über das WEF.
CW: An IT fasziniert Sie ...
Brunold: Die stetige Veränderung!
CW: Sie haben drei Wünsche frei. Diese lauten ...
Brunold: Erstens: BSI wird Leader im DACH-Markt für CRM und Marketing Automation für die Branchen Insurance, Banken und Retail. Zweitens: Ich treibe wieder mehr Sport und geniesse weniger italienische Küche (lacht). Drittens: Ich führe mehr Café-Gespräche.
Zur Person
Markus Brunold
arbeitet seit 2002 bei BSI. Seit 2014 amtet der studierte Software Engineer als Geschäftsführer. Das Software-Haus wurde 1996 in Baden gegründet und beschäftigt derzeit 324 Mitarbeiter an acht Standorten in der Schweiz und in Deutschland. Eine Besonderheit an BSI ist, dass ein Grossteil der Mitarbeiter selbst Anteile am Unternehmen hält.


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