Serie: Optimismus trotz Corona 28.08.2020, 05:50 Uhr

Claudio Hintermann von Abacus über Optimismus in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise verunsichert Gesellschaft wie Wirtschaft. Claudio Hintermann, CEO von Abacus, erklärt, wie er Mitarbeitenden und Kunden Zuversicht in unsicheren Zeiten vermittelt und wie er dabei selbst optimistisch bleibt.
Claudio Hintermann, CEO, Abacus Research
(Quelle: Abacus Research)
Computerworld: Wie behalten Sie Ihren Kampfgeist in Krisenzeiten?
Claudio Hintermann: Der «Courant normal», bei dem alles in altbekannten Bahnen verläuft, langweilt mich oft. Doch gerade in Ausnahmesituationen, wenn der Einzelne gefordert ist, kann ich geradezu ungeahnte Energien entwickeln.
CW: Wie vermitteln Sie Ihrem Team Zuversicht?
Hintermann: Wir kommunizieren mit unseren Mitarbeitenden transparent wie etwa über den Geschäftsverlauf. Dieser ist übrigens im ersten Halbjahr erfreulicherweise positiv ausgefallen. Auch geht es immer wieder darum, daran zu erinnern, dass wir mit unseren Softwareentwicklungen gerade in den vergangenen Jahre die besten Voraussetzungen geschaffen haben, um auch in Zeiten wie heute weiterhin erfolgreich zu bleiben.
“Die Corona-Situation bietet die Chance, im Unternehmen eine neue Vertrauenskultur aufzubauen, die primär auf ein selbstbestimmteres und selbsterfüllteres Arbeiten gründet„
Claudio Hintermann, CEO, Abacus
CW: Wie stärken Sie in Krisenzeiten den Draht zum Kunden?
Hintermann: Unsere Kunden sind primär langjährige Vertriebspartner, mit denen wir in regelmässigem Austausch stehen und eine äusserst erprobte und gefestigte Zusammenarbeit pflegen. Die Pandemie hat uns etwa dazu gebracht, Schulungen für Partner und Endanwender über Webinare durchzuführen, was im Übrigen einem langjährigen Wunsch unserer Vertriebspartner entspricht.
CW: Wie kann die Schweizer ICT-Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen?
Hintermann: Es dürfte nicht zuletzt wegen Homeoffice sowie Schulungen und Sitzungen via Netz vermehrt auf digitale Kommunikation gesetzt werden mit dem Vorteil, die Agilität der IT-Unternehmen zu verbessern. Zudem bietet die spezielle Corona-Situation, die den meisten unserer Mitarbeitenden Homeoffice gebracht hat, die Chance, im Unternehmen eine neue Vertrauenskultur aufzubauen, die primär auf ein selbstbestimmteres und selbsterfüllteres Arbeiten gründet.
CW: Wo wird die Schweizer ICT-Branche in einem Jahr stehen?
Hintermann: Gute Frage… Der Trend zur Digitalisierung bleibt ungebrochen, so dass unsere Branche weiterhin an Bedeutung zunehmen dürfte.


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