22.02.2013, 12:21 Uhr

Wintel will Notebook-Industrie retten

Die sinkenden Notebook-Absatzzahlen können Branchenexperten zufolge nur durch Preissenkungen abgefedert werden.
Senkt Intel bald seine CPU-Preise?
Seit mehreren Jahren sehen sich Notebook-Hersteller zunehmend mit sinkenden Verkaufszahlen konfrontiert. Schuld daran ist die zunehmende Beliebtheit von Tablet-PCs. Auch der Launch von Windows 8 konnte die Nachfrage nach Notebooks nicht wieder ankurbeln. Seit dem dritten Quartal 2012 mussten Produzenten und Zulieferer ihre Prognosen aus diesem Grund weiter nach unten korrigieren. Die Nachfrage nach Tablet-PCs soll hingegen auch in diesem Jahr weiter steigen und weltweit 200 bis 300 Millionen verkaufte Einheiten erreichen – 150 Millionen davon allein in Wachstumsmärkten wie China. Das Marktwachstum wird Branchenexperten zufolge zulasten der Notebook-Produzenten gehen.

Zulieferer aus dem Wintel-Lager (Wintel setzt sich aus den Wörtern Windows und Intel zusammen) wollen dem Negativ-Trend brancheninternen Quellen zufolge nun mit unterschiedlichen Massnahmen entgegenwirken. Viele Hersteller üben Druck auf Intel und Microsoft aus, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Hardware-Preise weiter zu senken. Traditionsgemäss wurden jedes Jahr im dritten Quartal die Preise im Wintel-Lager nach unten korrigiert. Sollten die Hersteller 2013 wieder erst im Herbst reagieren, könnte es jedoch bereits zu spät sein.

Wie das IT-Magazin Digitimes berichtet, könnte Intel seine CPU-Preise bereits im Juni zum Launch der neuen Haswell-Plattform anpassen. Damit wird es auch Zulieferern und Hardware-Herstellern, die auf Intel-Chips zurückgreifen, ermöglicht, ihre Notebook-Preise zu senken.


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