04.09.2017, 06:32 Uhr

Schweizer Fintech lanciert den digitalen Geldeintreiber

Mit Robo-Inkasso hat die Schweizer Fintech Tilbago auf dem Digital Summit in Zürich eine digitale Variante des klassischen Inkassobüros vorgestellt.
Harley Krohmer, Verwaltungsratspräsident von Tilbago, und CEO David Fuss (rechts) bei der Lancierung der Robo-Inkasso-Lösung
In der Schweiz werden pro Jahr ungefähr 2,9 Millionen Betreibungen durchgeführt. Dieses Einfordern von ausstehenden Rechnungsbeträgen ist mühsam, zeitaufwendig und benötigt viel Geduld seitens der Gläubigerfirmen. Deshalb beauftragen viele Unternehmen Inkassobüros mit der Durchsetzung ihrer Forderungen.  Nun hat das in Luzern beheimatete und von Postfinance unterstützte Fintech Tilbago mit Robo-Inkasso eine digitale Lösung vorgestellt, welche die Leistungen von Inkassobüros konkurrenziert. Betreibungen können gemäss Herstellerangaben einfach, sicher und online ohne Inkassobüros abgewickelt werden. Der ganze Betreibungsprozess von der Betreibung über die Pfändung bis zur Verwaltung von Verlustscheinen werde so automatisiert, heisst es.
«Mit unserer Lösung können Gläubiger eigenständig und schnell die Zahlung offener Rechnungen mit Nachdruck durchsetzen oder zu einem Agreement mit ihren Schuldnern kommen», meint Tilbago-CEO David Fuss. «Insbesondere überwacht unser Robo-Inkasso ohne Zutun des Gläubigers den Fortschritt jeder einzelnen Betreibung und leitet bei Bedarf selbständig notwendige Aktivitäten ein. Durch diese intelligente Automatisierung von Betreibungen erzielen wir für unsere Firmenkunden erhebliche Kosteneinsparungen und Zeitgewinne», so Fuss weiter. Mit dem Robo-Inkasso gebe es für Kunden keinen Grund mehr, das Einfordern unbezahlter Rechnungen an teure Inkassobüros zu delegieren, lautet daher sein Fazit. Nächste Seite: Betreibungsauskünfte inklusive Die Robo-Inkasso-Lösung von Tilbago benötigt keine Softwareinstallation bei den Gläubigerunternehmen. Diese registrieren sich einfach bei tilbago.ch und können direkt online Betreibungen auslösen und den Betreibungsprozess online verwalten. Damit sich interessierte Neukunden unkompliziert von den Vorteilen des Dienstes überzeugen können, bietet die Firma die erste Betreibung gratis an. Danach kostet der Fall je nach Volumen zwischen 20 (beim Kauf eines 5000er Pakets) und 33.33 Franken (bei nur einem Fall). Gebühren der Betreibungsämter kommen dazu.

Betreibungsauskünfte inklusive

Idealerweise kommt es natürlich erst gar nicht zur zeit- und kostenaufwendigen Betreibung. Daher holen viele Unternehmen bei Neukunden oder bei grösseren Aufträgen eine Betreibungsauskunft ein. Auch hier unterstützt die Robo-Inkasso-Lösung die Anwender. «Die Nutzer unserer Lösung können über unser Robo-Inkasso gratis und online Betreibungsauskünfte einholen. Natürlich fallen weiterhin die Gebühren des Betreibungsamtes an, die von diesem in Rechnung gestellt werden. Dadurch werden Betreibungsauskünfte für unsere Kunden nicht nur schneller, sondern auch sehr viel kostengünstiger», verspricht CEO Fuss.


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