19.08.2004, 00:00 Uhr

Mögliche Unsicherheiten in Verschlüsselungssystemen

Theoretisch soll es möglich sein, mit dem Kryptoverfahren MD5 Zeichenketten zu fälschen und so eine Hash-Kollision zu erzeugen, welche im weiteren die Sicherheit vertraulicher Daten gefährdet. Dies die Bekanntgabe eines Expertenteams an der Crypto 2004 in Kalifornien.
Sogenannte Hash-Algorithmen erzeugen aus einer längeren Zeichenkette einen kurzen Hash-Wert. Dieser findet Verwendung in der Sicherung der Echtheit von Quellcodes oder in der Umsetzung digitaler Zertifikate. Ein Hash-Wert ist im Normalfall einmalig. Beim Erzeugen einer Dublette eines Hash-Werts spricht man von einer Kollision. Das Erstellen einer solchen Dublette ermöglicht den Zugriff in verschlüsselte Systeme.
Die Möglichkeit, eine Hash-Kollision zu erzeugen, sei nicht nur mit dem Kryptoverfahren MD5 sondern auch mit SHA-1 möglich, so die Experten.Allerdings wird bezweifelt, ob diese Möglichkeit wirklich eine weitere Gefahr der Sicherheit digitaler Informationen birgt.



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