07.09.2017, 13:25 Uhr

Das sind die innovativsten Jungunternehmen der Schweiz

Am «Top 100 Swiss Start-up Award» wurden die Schweizer Start-ups mit den aufregendsten Geschäftsideen ausgezeichnet. Als Sieger ging ein Zürcher Medtech-Unternehmen hervor.
In der alten Druckerei der «Neuen Zürcher Zeitung» in Schlieren wurden am Mittwochabend zum siebten Mal die 100 innovativsten Schweizer Start-ups ausgezeichnet. Rund 700 Personen zog der «Top 100 Swiss Start-up Award» an, darunter Investoren aus der ganzen Welt. Für das Ranking, das jedes Jahr von der «Handelszeitung», «PME Magazine» und «Startups.ch» herausgegeben wird, waren 100 Expertinnen und Experten der Start-up-Szene zuständig. Sie reichten vorgängig eine Liste mit ihren zehn favorisierten Jungunternehmen ein. Daraus resultierten schliesslich die Platzierungen. Für die Teilnahme am Event durfte die Gründung der Firmen nicht länger als fünf Jahre zurückliegen, auch mussten sie ein hohes Potenzial für einen komerziellen Erfolg aufweisen. Laut Angaben der Organisatoren schafften es heuer 36 neue Teilnehmer in die Rangliste. Die Spitzenplätze machten dennoch Start-ups unter sich aus, die bereits Finanzierungsrunden in Millionenhöhe erfolgreich abschliessen konnten oder sogar den Schritt ins Ausland wagten. Den ersten Platz am diesjährigen «Top 100 Swiss Start-up Award» sicherte sich das Zürcher Start-up Ava. Dessen Wearable zur Messung der fruchtbaren Tage der Frau innerhalb des Menstruationszyklus wurde im Januar bereits an der CES in Las Vegas ausgezeichnet. Nun konnte das dreijährige Start-up mit seinem Gründer-Team Lea von Bidder, Pascal Koenig, Peter Stein und Philipp Tholen also auch die Jury dieses Awards überzeugen.
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Die Plätze zwei bis zehn

Ava ? letztes Jahr auf Platz sechs ? verwies damit den letztjährigen Gewinner L.E.S.S. auf den zweiten Platz. Die Lausanner Firma war bei den Juroren mit seinem innovativen Licht-System, das dereinst etwa die LED-Lampen in Auto-Scheinwerfern ersetzen könnte, aber nach wie vor hoch im Kurs. Auf den dritten Podestplatz schafften es schliesslich die Drohnen-Hersteller von Flyability ? wie L.E.S.S. ist auch dieses Start-up ein Spin-off der ETH Lausanne. Die Drohnen der beiden Gründer Adrien Briod und Patrick Thévoz können etwa Bereiche in Kernkraftwerken inspizieren, die für Techniker nur schwer zugänglich oder zu gefährlich sind.
Platz fünf geht an das Rapperswiler Fintech Bexio mit seiner cloudbasierten Business-Software für KMU. Auf dem sechsten Rang folgt Mindmaze, das eine neurotechnologische Plattform entwickelte, welche den Prozess der motorischen Rehabilitation nach einem Unfall beschleunigen soll. Das ETH-Lausanne-Spin-Off Gamaya schaffte es mit seinen Analytik-Tools für die Landwirtschaft auf Platz sieben. In Unternehmen mit wenigen Schreibtisch-Jobs verbindet das achtplatzierte Start-up Beekeeper mit seiner App für die interne Kommunikation Angestellte mit ihren Arbeitgebern. Platz neun belegt Lunaphore Technologies aus Lausanne mit seiner Technologie zur Gewebediagnostik. In die Top-Ten schaffte es schliesslich noch das Zürcher Fintech Advanon, das mit seinem KMU-Finanzierungsportal kürzlich nach Deutschland expandierte. Erstmals wurde an der Award-Zeremonie auch ein Publikumspreis verliehen. In einem öffentlichen Voting konnten dabei Stimmen für die Start-ups abgegeben werden, die den Aufnahmekriterien für den Event entsprachen. Dabei setzten sich die Gründer von Home.Global durch. Das Unternehmen stellt mit «PapayaPods» eine Management-Software für Vermieter und Hauseigentümer bereit, damit diese die Verwaltung ihrer Immobilien über eine zentrale Plattform erledigen können. Die gesamte Rangliste der 100 innovativsten Schweizer Start-ups kann auf der Webseite von startup.ch eingesehen werden.


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