01.07.2003, 00:00 Uhr

Bull in Agonie

Laut Aussagen, die der Bull-Vorstandschef Pierre Bonelli gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätigte, könnte der ehemalige französische IT-Paradebetrieb Bull schon bald in Konkurs gehen.
Bonelli hoffe zwar, dass er bis Oktober dieses Jahres die finanziellen Voraussetzungen für eine Gesundung schaffen werde, gibt sich selbst aber mehr als skeptisch. Aufgrund der schlechten Geschäftslage sei die Suche nach einem Grossinvestoer so gut wie aussichtslos.
Der französische Staat ist nach wie vor mit 16,3 Prozent an Bull beteiligt. Im Jahr 2002 erwirtschaftete der Konzern einen Verlust von 545 Millionen Euro. Dies bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Für das erste Semester des laufenden Geschäftsjahres kalkulieren die Franzosen mit einem Verlust von weiteren 23 Millionen Euro. Das seit Jahren vom französischen Staat subventionierte Unternehmen steht auch unter besonderer Beobachtung der Euopäischen Kommission, weil das Unternehmen einen Staatskredit von 450 Millionen Euro noch nicht zurückgezahlt hat.


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