Ranking 22.09.2020, 12:33 Uhr

Smart City Index 2020: Zürich belegt neu Platz 3

Im Ranking der smartesten Städte der Welt büsst Zürich einen Platz ein. Auch Genf rutscht um einige Ränge nach hinten. 
(Quelle: Claudio Schwarz / Unsplash)
Das Institute for Management Development aus Lausanne hat gemeinsam mit der Singapore University of Technology and Design zum zweiten Mal den «Smart City Index» veröffentlicht. Laut Angaben des IMD stuft dieser die «Smartness» der Städte aufgrund von wirtschaftlichen und technologischen Daten sowie der Wahrnehmung von Bürgerinnen und Bürgern ein. Hierzu hätten «Hunderte von Bürgern» aus insgesamt 109 Städten der Welt im April und Mai Fragen zu den Schlüsselbereichen Gesundheit und Sicherheit, Mobilität, Aktivitäten, Möglichkeiten und Verwaltung beantwortet.
Die Rangliste in der Übersicht
Quelle: IMD
Mit Genf und Zürich sind auch zwei Schweizer Städte im Ranking vertreten. Beide schaffen es – wie auch im letzten Jahr – in die Top Ten. Zürich liegt in der diesjährigen Auswertung auf dem dritten Platz und rutscht damit einen Rang nach hinten. Die finnische Hauptstadt Helsinki macht einen Sprung nach vorne (2019: Rang 8) und verdrängt die Limmatstadt von Platz zwei. Auch Genf rutscht im Ranking leicht ab – und zwar von Rang vier im letzten Jahr auf Rang sieben.
Ein Blick in die detaillierte Bewertung der beiden Schweizer Vertreter zeigt, dass Genferinnen und Genfer unter anderem mit Recycling-Diensten, der Gesundheitsversorgung, den Grünflächen oder auch dem Bildungsangebot für Kinder besonders zufrieden sind. Aus technologischer Sicht werden beispielsweise der Online-Kauf von Tickets für den ÖV oder auch Museen sowie die Internet-Geschwindigkeit- und -Verfügbarkeit gerühmt. In Zürich stellen die Einwohner der Stadt insgesamt ein ähnliches Zeugnis aus. Deutlich besser ist dort aus Sicht der Befragten aber etwa der Zugang zu Online-Stellenangeboten oder auch die Tatsache, dass Unternehmen mehr neue Jobs schaffen.
Die Bürger beider Städte bemängeln im Gegenzug, dass es an einer Plattform fehlt, damit man Verbesserungsvorschläge direkt an die Regierung weitergeben kann. Und als grösste «Problemzonen» werden sowohl in Genf als auch in Zürich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum sowie die Überlastung des Verkehrs genannt.


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