Software gegen Sorgenfalten

Onepanel, Valohai und RapidAPI

Onepanel

Das Problem: Künstliche Intelligenz liegt mächtig im Trend. Den Angaben von Donald Scott zufolge – er ist einer der beiden Gründer des 2017 gegründeten Start-ups Onepanel – kämpfen viele Unternehmen jedoch damit, eine skalierbare Infrastruktur für KI zur Verfügung zu stellen.
Der Lösungsansatz: Dafür hat Scott gemeinsam mit Rush Tehrani eine Plattform entwickelt, die es ermöglichen soll, durch den Einsatz von Kubernetes Deep-Learning-Modelle in einer reproduzierbaren und elastischen Cloud-Umgebung bereitzustellen. Möglich ist das gleichermassen auf AWS, Azure und Google Cloud Platform. Mit Onepanel lässt sich zudem die Entwicklung von KI- und Deep-Learning-Anwendungen von der Infrastruktur entkoppeln. Scott meint, dass dank der entkoppelten Infrastruktur und der automatisierten Workflows jedes Unternehmen KI-Initiativen starten könne. Er will sie mit der Onepanel-Plattform dabei unterstützen, Innovationen schneller voranzutreiben.

Valohai

Das Problem: Machine Learning funktioniert nicht ohne Modell, das anhand einer grossen Menge an Daten trainiert wird. Anwender kennen diese Modelle allerdings oftmals nicht. Das wird dann problematisch, wenn ein Unternehmen dieses von Gesetzes wegen nachvollziehen können muss. «Ist ein Modell erst einmal produktiv, ist es sehr schwierig he­rauszufinden, was zu einer Entscheidung geführt hat», erklärt Eero Laaksonen, der Gründer und CEO des finnischen Start-ups Valohai, das mittlerweile auch ein Standbein in San Francisco hat.
Der Lösungsansatz: Valohai (was so viel bedeutet wie leuch­tender Hai) hat hierfür ein ausgeklügeltes Tool im Angebot, mit dem Anwender Machine-Learning-Prozesse und die dafür notwendige Datenerfassung automatisieren können. Programmierern wird so ermöglicht, mehrere Varianten eines Machine-Learning-Projekts parallel zu entwickeln, zu testen und zu betreiben. Laut Laaksonen soll die Valohai-Lösung Änderungen verfolgen und reproduzierbare Algorithmen erstellen können. Ausserdem stelle sie sicher, dass sich Änderungen beim Experimentieren nicht auf die laufenden Prozesse auswirken, versichert der Gründer.

RapidAPI

Im schicken Office von RapidAPI in Downtown San Francisco arbeitet das Start-up an einem Marktplatz für APIs
Quelle: lp / Computerworld
Das Problem: Wer in Eigenregie Programmierschnitt­stellen entwickeln und bereitstellen will, braucht dafür nicht nur das nötige Know-how, sondern auch genügend Zeit und ein ausreichend grosses Entwicklerteam. Entsprechend hoch sind die damit einhergehenden Kosten.
Der Lösungsansatz: RapidAPI bietet als Alternative einen Marktplatz, der Programmierern den Austausch von APIs erleichtern soll. Gestartet ist das Projekt laut CEO Iddo Gino eigentlich als nicht kommerzielle Bibliothek für Programmierschnittstellen. Schnell hätten dann aber viele Entwickler mit dieser gearbeitet. Gino zufolge ist die Community rund um RapidAPI mittlerweile auf rund eine Million Entwickler angewachsen. Sie können über die Plattform jene APIs suchen und schliesslich einsetzen, die sie be­nötigen. Zusätzlich bietet RapidAPI vertiefte Insights zu den jeweiligen Programmierschnittstellen, damit man beispielsweise häufig auftretende Fehler identifizieren kann. Über die Plattform werden gegenwärtig bereits mehr als 10'000 APIs vermarktet.


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