Anwendungs-Container aus den Wolken

Fazit und Übersicht über Plattformen

Ein Grossteil der Unternehmen setzt bereits Container-Technologien ein oder hat zumindest vor, dies innerhalb der kommenden 24 Monate zu tun. Das haben diverse Marktstudien ermittelt.
Allerdings sind vor allem Grossunternehmen an Anwendungs-Containern interessiert: Einer Untersuchung der Cloud Foundry Foundation zufolge zählen Container zu den Top 5 der IT-Technologien, die CIOs und IT-Führungskräfte in Firmen mit mehr als 10'000 Mitarbeitern auf der Agenda haben. Dagegen konzentrieren sich kleine und mittelständische Firmen eher auf Entwicklungen wie cloudnative Anwendungen, Künstliche Intelligenz und Edge-Computing. Das heisst jedoch nicht, dass Unternehmen dieser Kategorie um das Thema Container herumlavieren können. Denn ein wesentlicher Aspekt von Digitalisierung umfasst nun einmal kürzerer Software-Zyklen und das schnelle Bereitstellen und Modifizieren von Apps.
Die Frage, ob Anwendungen und Systemumgebungen überhaupt in Container verpackt werden sollten, stellt sich nach einhelliger Einschätzung von IDC-, Gartner- und Forrester-Analysten nicht. Weil sich Container schnell einrichten und wieder vernichten lassen, eignet sich dieser Ansatz in besonderem Mass für Unternehmen, die stark auf Digitalisierung und agile Entwicklungsmethoden setzen.
Vielmehr geht es darum, auf welche Weise Container-Frameworks implementiert und genutzt werden: als Cloud-Dienste oder im eigenen Data-Center. Letztlich, so die Marktforscher von IDC, wird sich in der Praxis eine Mischung beider Ansätze ergeben, und dies in Kombination mit unterschiedlichen Virtualisierungstechnologien.
Das unterstreicht auch Abby Kearns von der Cloud Foun­dry Foundation: «Container sind nur eine von vielen möglichen Abstraktionen, die von Cloud-Plattform-Anbietern angeboten werden, etwa Virtual Machines, CaaS oder Platform as a Service.»


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