Apple bringt Streaming-Angebot und mehr Abo-Dienste

Spiele-Abos und News-App

Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung des Video-Streamingdienstes "Apple TV Plus" und der neuen Abo-Dienste.
Quelle: Tony Avelar / AP / dpa
Das Spiele-Abo mit dem Namen «Apple Arcade» soll ebenfalls im Herbst kommen. Dabei soll es keine Werbung oder zusätzliche Gebühren geben. Zunächst gab es keine Angaben zum Abo-Preis oder den Spiele-Titeln. Laut Medienberichten sollen die Games exklusiv nur über das «Arcade»-Abo verfügbar sein. Analyst Piers Harding-Rolls von der Marktforschungsfirma IHS Markit verwies zugleich darauf, dass bei Smartphone-Spielen Gratis-Games dominieren.

Bei «Apple News Plus» würden alle einzelnen Abos zusammengerechnet rund 8000 US-Dollar im Jahr kosten, erklärte Apple. Familienmitglieder können für die 9,99 US-Dollar pro Monat mitlesen. Eine wichtige Funktion der App könnten personalisierte Vorschläge für neue Magazin-Ausgaben und einzelne Artikel sein. Das Layout der Artikel wird speziell an die Bildschirmgrösse von iPhone und iPad angepasst. Wie bereits durchsickerte die «New York Times» und die «Washington Post» nicht dabei - dafür aber das «Wall Street Journal» und die «Los Angeles Times».
Im Herbst soll die App in Australien und Grossbritannien starten. Ob und wann der Dienst nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommen wird, wurde nicht gesagt. Apple hatte als Basis für das Angebot die App «Texture» gekauft, die Deals mit verschiedenen Magazin-Verlagen in den USA hatte.

Ausbau des Geschäfts mit Dienstleistungen

Mit den Ankündigungen verstärkt Apple seine Bemühungen, mehr Geschäft mit Dienstleistungen zu machen. Aktuell ist das iPhone das wichtigste Produkt des Konzerns. Im vergangenen Geschäftsjahr brachte es mehr als 60 Prozent der Erlöse ein. Doch zuletzt waren die Verkäufe zurückgegangen - und auf jeden Fall sind die Zeiten des rasanten Wachstums im Smartphone-Geschäft vorbei. Deshalb will Apple die rund 1,4 Milliarden Geräte in den Händen seiner Kunden als Basis nutzen.
In den USA wird es zudem eine Apple-Kreditkarte geben, die der Konzern gemeinsam mit der Bank Goldman Sachs herausgibt. Der Konzern verspricht unter anderem strikten Datenschutz: «Apple weiss nicht, was und wo sie gekauft haben, und was sie dafür bezahlten.» Zusätzlich zur virtuellen Version der Karte in Apple-Geräten soll es auch eine physische Karte aus Titan geben, auf der neben dem Chip nur der Name des Nutzers draufsteht - keine Nummern oder Unterschrift, damit diese Daten nicht gestohlen werden können. Diese Informationen sind aber über die App auf dem iPhone abrufbar.



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