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Lesedauer 3 Min.

Microsoft Surface Pro X SQ2 im Test

Das ARM-Tablet Surface Pro X SQ2 von Microsoft ist leicht, lautlos und ausdauernd, bei der Software aber wählerisch.
© (Quelle: Microsoft)

Äusserlich unterscheidet sich das hochwertig verarbeitete Microsoft Surface Pro X SQ2 nicht von anderen Surface-Modellen, doch intern schlägt es einen ganz anderen Weg ein. Das ist eine Entscheidung, die polarisiert, denn wie schon beim Surface Pro X SQ1 kommt auch im Nachfolger ein von Microsoft und Qualcomm entwickelter ARM-Prozessor zum Einsatz - im Testkandidaten der SQ2. Auf dem 13-Zoll-Tablet läuft deshalb kein Standard-Windows, sondern eine spezielle ARM-Version. Davon merkt man erst einmal nichts, denn sie verhält sich wie ein herkömmliches Windows. Das ARM-optimierte Windows ist aber mit einer Einschränkung verbunden. 64-Bit-Anwendungen wie Adobe Premiere Pro CC, die nicht an die ARM-Architektur angepasst sind, werden vom Surface Pro X auch nicht unterstützt. Keine Probleme gibt es dagegen mit 32-Bit-Windows-Software, der grossen Mehrheit der Windows-Programme. Diese werden jedoch nur per Emulation ausgeführt, können also unter Umständen langsamer laufen als normal.

Microsoft / Surface Pro X SQ2
Preis knapp 1700 Franken
Ausstattung
Prozessor / GPU Microsoft SQ2 / Adreno 690
RAM / Speicher 16 / 256 GByte
Größe Display / Typ 13 Zoll / IPS
Auflösung / Seitenverhältnis 2.880 x 1.920 Pixel / 3:2
WLAN / Bluetooth Wi-Fi 5 (WLAN 802.11ac) / Bluetooth 5.0
Mobilfunk / GPS LTE / ●
Betriebssystem Windows 10 Home
Bedienung
Mattes Display ○
Helligkeit Display / Ausleuchtung 487 cd/m² / 91 %
Schwarzwert / Kontrastverhältnis 0,35 cd/m² / 1451:1
Leistung
Geekbench 5 CPU Single-Core / Multi-Core 801 / 3.124 Punkte
3DMark Wild Life Unlimited nicht unterstützt
Mobilität
Abmessungen / Gewicht (ohne Tastatur) 28,7 x 20,8 x 0,7 cm / 780 g
Akkulaufzeit Office-Betrieb / Aufladen 10:27 / 1:58 Stunden

● ja  ○ nein

ARM-CPU mit 32-Bit-Emulation

Bei den Benchmarks konnte die SQ2-CPU trotzdem locker mit den flotten Intel-Core-i-Modellen der Windows-Konkurrenten mithalten. Dass 32-Bit- beziehungsweise x86-Anwendungen nur im Emulations-Modus laufen, fällt bei Office und Websurfen nicht auf. Lediglich bei Tools, die den Prozessor stärker fordern, merkt man, dass nicht die volle Power zur Verfügung steht. Beispielsweise konvertierte das Microsoft-Tablet ein Testvideo in 8:14 Minuten, während das Lenovo Yoga Duet 7 13IML05 dafür nur 6:31 Minuten brauchte, das Fujitsu Stylistic Q7310 sogar nur 6:03 Minuten.

Durch seinen energiesparenden ARM-Prozessor holte das Microsoft-Tablet aus seinem 38-Wh-Akku mit sehr guten 10:27 Stunden die zweitbeste Akkulaufzeit im Vergleichstest heraus. Beim Aufladen landete es mit 1:58 Stunden knapp vor dem Fujitsu Stylistic Q7310 (2:03 Stunden) sogar auf dem ersten Platz. Durch seine moderate Leistungsaufnahme benötigt der SQ2-Prozessor keine Kühlung und läuft daher lautlos - ein Vorteil gegenüber dem Lenovo Yoga Duet 7 13IML05, das auf exakt das gleiche Bedienkonzept aus Docking-Tastatur und Tablet-Klappstütze setzt.

Das 780 Gramm leichte Microsoft Surface Pro X SQ2 startet in der kleinsten Konfiguration mit 16 GByte RAM und 256 GByte Speicher und kostet dann knapp 1700 Franken. Mit 512 GByte sind es knapp 2100 Franken. Tastatur und Eingabestift gibt es im Bundle für gut 300 Franken. Gut: Der Stift findet in einer kleinen Mulde an der Tastaturoberseite Platz und kann so nicht verloren gehen. Immer mit dabei sind ein LTE-Modem inklusive eSIM sowie ein 2732 x 2048 Pixel auflösendes 3:2-

Display, das durch schmale Ränder und gute Bildparameter punktete. Inhalte stellte es sehr scharf, kontrastreich und bei Bedarf auch sehr hell dar (durchschnittlich 487 cd/m²).

Testergebnis

Pros + Cons

  • Display:Scharfe
  • leuchtstarke Darstellung
  • praktisches 3:2-Bildformat Kommunikation:LTE-Modem mit eSIM-Support
  • ARM-Prozessor:Manche Anwendungen laufen lang­samer oder gar nicht Garantie:Nur 1 Jahr Herstellergarantie
Hardware Microsoft Tablet Windows
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