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Lesedauer 4 Min.

Sicherheitskamera-Kit TP-Link C675D im Test

Sicher ist sicher: TP-Links Tapo C675D ist ein Sicherheitskamera-System mit gleich zwei Kameras. Das aufwändige Doppel-Linsensystem mit KI-Funktionalitäten verfolgt automatisch, nimmt auf und speichert Fotos wie auch Videos - lokal oder auch in der Tapo-Cloud. Computerworld hat den cleveren Wächter getestet. 
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Das Kamera-Kit TP-Link C675D im PCtipp-Test

© PCtipp

Sicherheitskameras an entlegenen Ecken des Grundstücks scheiterten bislang oft am fehlenden Stromanschluss oder an toten Winkeln. Die TP-Link Tapo C675D setzt als akku- und solarbetriebenes Kamerasystem genau hier an. Im Set liegt neben dem «Kamerakopf» ein kompaktes Solarmodul bei. Bereits rund 90 Minuten tägliche Sonneneinstrahlung genügen, so der Hersteller, um das «Dual-Lense»-Kamerasystem dauerhaft zu betreiben.

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Montage und Installation

Die Installation gelingt dank der mitgelieferten Schablone, Dübel und Schrauben zügig. Das Gehäuse erlaubt die Befestigung an Hauswänden oder Dachvorsprüngen. Alternativ lässt sich die Halterung sogar auch an Mast- oder Regenrinnenrohren arretieren. Für die Mastmontage benötigte Kabelbinder liegen dem Lieferumfang allerdings nicht bei und müssen separat erworben werden. Das Solarmodul wird dabei über ein Kugelgelenk optimal zur Sonne ausgerichtet. Eine Gummidichtung, direkt am Anschluss der Kamera, schützt den USB-C-Anschluss vor Witterungseinflüssen.

Dual-Objektiv-Konzept und KI-Tracking: Das Besondere an der Konstruktion ist das sogenannte Dual-Objektiv-Konzept. Die C675D kombiniert ein fest verbautes Ultraweitwinkel-Objektiv mit satten 169 Grad Sichtfeld und eine motorisierte Tele-Einheit mit 360-Grad-Schwenk- und 128-Grad-Neigebereich. Beide Linsen lösen in 4K (3840 × 2160 Pixel) auf. In der Praxis kann das Gespann clever Hand in Hand arbeiten. Nur eines von vielen Beispielen: Während die Weitwinkellinse die gesamte Zufahrt im Blick behält, schwenkt das Tele-Objektiv bei erkannter Bewegung automatisch mit, zoomt nah heran und verfolgt Personen oder Fahrzeuge präzise quer durch den Garten.

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TP-Link Tapo C675D: Daraus besteht das 300 Franken teure Set

© PCtipp

App-Steuerung und Test

Die Einrichtung erfolgt über die übersichtliche Tapo-App (kostenlos in den Shops von Apple und Google). Über die Anwendung lassen sich Livestreams beider Linsen zeitgleich betrachten, Aktivitätszonen festlegen und Warnmeldungen konfigurieren. Im Test reagierte das Umschalten zwischen den Linsen verzögerungsfrei, und auch der Wechsel zur Bild-in-Bild-Darstellung funktionierte flüssig. Sämtliche Grundfunktionen sind dauerhaft kostenlos. Die KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Haustiere arbeitet lokal auf dem Gerät. Videoaufnahmen werden ohne Folgekosten auf einer lokalen microSD-Karte abgespeichert (unterstützt bis zu 512 GB). Läuft bei der Inbetriebnahme alles «glatt», informiert die Cam zuverlässig über registrierte Bewegungen im Sichtfeld. Bei Benutzung einer Speicherkarte werden diese per Videoschnipsel abgespeichert. Einzelbilder werden allerdings nicht mit der Benachrichtigung versendet. Anwender müssen in der App «erst» auf «Videoaufnahmen» klicken, um den Grund für den Auslösealarm herauszufinden. Im Praxistest löste die Erkennung rasch aus; Falschalarme durch bewegte Pflanzen oder Schatten wurden dabei sehr gut herausgefiltert. 

Tapo_C675D_Rückseite_Anschluesse.jpg

TP-Link Tapo C675D:  Auf der Rückseite sind die Anschlüsse und Einschub für die microSD-Karte angebracht

© PCtipp

Tapo «Care» für das Sicherheits-Plus

Wer zusätzliche Funktionen wünscht, kann den Cloud-Dienst «Tapo Care» buchen. Das Abo schaltet einen verschlüsselten Cloud-Speicher für Videoaufnahmen frei (30-Tage-Verlauf), sendet erweiterte Benachrichtigungen mit Vorschaubildern und bietet «Rich-Notifications». Die Kosten für Tapo Care betragen Fr. 3.79 pro Monat (ca. Fr. 38.– im Jahresabo) für eine einzelne Kamera. Zudem gibt es für bis zu fünf Kameras vergünstigte Mehrgeräte-Tarife. Wer sich das Kit kauft, profitiert ausserdem von einer 30-tägigen, kostenlosen Testphase. Nach Ablauf dieser Testphase endet das Probe-Abo automatisch. Wer die Cloud-Funktionen behalten möchte, muss aktiv werden und ein entsprechendes Abo buchen.

Nachtsicht, Audioqualität und Schutz: Nachts überzeugt die Optik dank integrierter LED-Scheinwerfer wahlweise mit farbiger Nachtsicht oder kontrastreichen Infrarot-Aufnahmen (Schwarzweiss). Auch die Gegensprechanlage punktete im Test mit guter Audioqualität ohne störendes Blechgeräusch. Ein Wermutstropfen: Windgeräusche werden allerdings nicht ganz so gut unterdrückt. Die Gehäuseschutzart nach IP65 liegt eine Nuance unter rein kabelgebundenen Geschwistern (IP66), reicht für aber Regen und Schnee im Aussenbereich aber aus.
 

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TP-Link Tapo C675D: verschiedene Testbilder (v.l.n.r.: Tagesansicht, Nachtsicht in Farbe, schwarzweiss)

© PCtipp
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TP Link Tapo C675D: mit Doppellinse mit 4K-Bildqualität

© PCtipp

Fazit

Das Tapo-C675D-KIT ist eine durchdachte, autarke Überwachungslösung – gerade für grössere Grundstücke. Die Kombination aus Weitwinkel-Aufsicht und nachführendem Tele-Zoom eliminiert auch tote Winkel – und dank lokalem microSD-Speicher gelingt der Betrieb auch ohne Abopflicht.

Testergebnisse

(Sehr gut)

  • Flexible Montage, Arealüberwachung, autarker Betrieb möglich, lokale Speicherung, Bildqualität und Sprachverständlichkeit, Garantie
  • Kabelbinder für Mast-/Stangenmontage nicht im Lieferumfang, erweiterter Cloud-Speicher (Tapo Care) gebührenpflichtig

Details: Dual-4K-Kamera (3840 × 2160 Pixel), 169° Weitwinkel + 360°/128° Pan-Tilt-Tele, 10000-mAh-Akku, inkl. 4,5W Solarpaneel, Dual-Band-Wi-Fi (2.4/5 GHz), KI-Erkennung (Person/Fahrzeug/Tier), MicroSD-Slot (bis 512 GB), IP65-Schutzart, Starlight-Farbnachtsicht, 2-Wege-Audio, Tapo-App, 3 Jahre Garantie
Preis: Fr. 300.-
Gesehen bei: digitec.ch 
 

Hardware Tests Praxis
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