Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Neue Roboterhand kann trotz weniger Technik Objekte greifen

Weiche Materialien statt potente Software: Für die Entwicklung einer neuen Roboterhand haben Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) bewusst auf weniger Technik gesetzt.
La main robotique ADAPT (Adaptive Dexterous Anthropomorphic Programmable sTiffness)
© (Quelle: CREATE Lab EPFL)

Wenn ein Mensch eine Flasche greifen wolle, müsse er normalerweise nicht die genaue Position der Flasche im Raum kennen, erklärte der EPFL-Forscher Kai Junge in einer Mitteilung der Hochschule vom Dienstag. Bei Robotern sei dies in der Regel anders. Sie benötigten präzise Informationen über die Position und Ausrichtung von Objekten, um sie erfolgreich greifen zu können. Diese Fähigkeit von Menschen liegt den Forschenden zufolge daran, dass die menschliche Hand weich und nachgiebig ist.

Mit der neuen Roboterhand wollten die Forschenden laut der EPFL zeigen, wie wichtig diese Nachgiebigkeit in der Robotik ist. «Ein besseres Verständnis der Vorteile nachgiebiger Roboter könnte die Integration von Robotersystemen in hochgradig unvorhersehbare Umgebungen oder in für Menschen gestaltete Umgebungen erheblich verbessern», sagte Junge.

In der Robotik bezeichnet man nachgiebige Materialien als solche, die sich verformen, biegen und zusammendrücken lassen. Aus diesem Grund statteten die Forschenden die Roboterhand mit Silikonbändern und Sprungfedern aus.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Roboterhänden, die für jedes Gelenk einen Motor benötigen, kommt die neue Hand mit nur 12 Motoren aus, um 20 Gelenke zu steuern. Die Software wurde so programmiert, dass die Hand sich lediglich durch vier allgemeine Positionen bewegen kann, um ein Objekt zu greifen. Weitere Anpassungen erfolgen ohne zusätzliche Programmierung.

In ersten Experimenten konnte die Roboterhand 24 verschiedene Objekte mit einer Erfolgsquote von 93 Prozent greifen.

Robotik Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
7. Mai 2026
«Eine intelligente Dateninfrastruktur ist der Schlüssel für KI und Cloud»
Im Kontext von KI, Multi-Cloud und regulatorischen Anforderungen wird Datenmanagement zur strategischen Kernkompetenz. Isolierte Storage-Systemen entwickeln sich zunehmend zu integrierten Datenplattformen. Über die damit verbundenen Herausforderungen und die Rolle von Daten als Grundlage für KI erklärt Daniel Bachofner, Country Manager Schweiz, bei NetApp
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Huawei stellt die Pura-90-Serie mit zwei Smartphones vor
Mit dem Pura 90 Pro und dem Pura 90 Pro Max hat Huawei in seiner Heimat seine neuen Smartphone-Flaggschiffe präsentiert. Wie bei den Vorgängern liegt ein Schwerpunkt auf den leistungsstarken Kameras.
3 Minuten
22. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige