Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Swisscom: Geopolitik und KI verschärfen die Bedrohungslage

KI-basierte Angriffe werden präziser, Hacker-Gruppen arbeiten immer professioneller und Sicherheitsrisiken in globalen Lieferketten nehmen weiter zu. Die neue Ausgabe des «Cybersecurity Threat Radar 2026» zeigt ein verschärftes Lagebild gegenüber 2025.
© Swisscom

Der jährlich erscheinende Cybersecurity Threat Radar von Swisscom zeigt deutlich, wie stark geopolitische Entwicklungen und disruptive Technologien die Cyberbedrohungslage in der Schweiz prägen. Staatlich motivierte Angriffe, hybride Einflussnahme wie Desinformation sowie Risiken entlang von Lieferketten, künstlicher Intelligenz und industriellen Systemen nehmen stark zu. Der vorliegende Radar ordnet diese Entwicklungen ein und macht deutlich: Cybersecurity ist längst nicht mehr nur eine technische Aufgabe, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.

Supply Chain, KI und digitale Souveränität im Fokus

Software Lieferketten bleiben ein zentrales Risiko: Schon eine kompromittierte Komponente oder ein manipulierter Update Prozess kann zu weitreichenden Folgen führen. Herkunft, Integrität und Nachvollziehbarkeit müssen deshalb überprüfbar bleiben. KI wirkt als Risiko Multiplikator: Unkontrollierte Systeme vergrössern die Angriffsfläche und erschweren Governance und Compliance. Zudem nimmt «Shadow AI» – der Einsatz nicht autorisierter KI Tools – zu.

Auch das Thema «Digitale Souveränität» wird immer wichtiger: Unternehmen müssen wissen, wo Daten verarbeitet werden, welchen Regeln Anbieter unterstehen und wie gross die Abhängigkeit von einzelnen Plattformen ist. Diese Transparenz wird zur Voraussetzung für Handlungsfähigkeit.

OT Security: Der lange unterschätzte Risikobereich

Produktionsanlagen, Energie und Versorgungssysteme oder Gebäudeautomation sind heute vernetzt – und damit angreifbar. Die IT/OT Konvergenz erhöht die Komplexität; Vorfälle können neben finanziellen Schäden im Extremfall auch physische Folgen haben. Entsprechend gehört OT Security auf die Agenda der Geschäftsleitung und sollte fixer Bestandteil in der Cyber und Risikostrategie sein.

Geopolitik als Risikotreiber

Cyberangriffe, Desinformation und politische Einflussnahme greifen ineinander. Diese oft verdeckten Aktivitäten sind schwer zu erkennen – ihre Auswirkungen können jedoch bis zur Destabilisierung von Unternehmen, kritischen Infrastrukturen und Gesellschaften reichen. Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Interessenkonflikte treiben staatlich motivierte Cyberangriffe zusätzlich an.

Sicher durch die Cyberwelt

Der Cybersecurity Threat Radar von Swisscom dient als Leitfaden und Kompass, um Unternehmen sicher durch die Cyberwelt zu führen. Der Report zeigt die Methoden der Cyberkriminellen auf und hilft, deren Vorgehensweisen besser zu verstehen. Verfasst von Security-Expert*innen, bietet er einen Einblick in deren Praxisalltag. Zudem umfasst er eine detaillierte Analyse aktueller Trends und Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit und erläutert effektive Gegenmassnahmen, um Angriffe frühzeitig zu erkennen und effizient abzuwehren.

Cybersecurity Threat Radar 2026: Geopolitik und disruptive Technologien als Bedrohungstreiber (als PDF)

Swisscom
Anzeige

Neueste Beiträge

Brack.Alltron investiert in den Geschäftsbereich Physical AI
Brack.Alltron steigt als einer der ersten grossen Schweizer Anbieter in den Bereich Physical AI ein und möchte eine breite Produktpalette für Handels- und Geschäftskunden anbieten.
5 Minuten
10. Sep 2026
Mehr Besucher und Aussteller: Positive Bilanz der IFA
Die IFA 2026 ist vorbei und die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Mit 240'000 Besuchern aus 155 Ländern wurden die Zahlen des Vorjahres übertroffen und auch die mehr als 2000 Aussteller bezeichnet die Messeleitung als Rekordwert.
3 Minuten
10. Sep 2026
Constantin Hilt neuer Leiter Interdiscount
Coop hat entschieden, Constantin Hilt, heutiger Projektleiter Omnichannel, per 5. September 2026 zum Leiter des Fachformates Interdiscount zu befördern. Der bisherige Leiter Interdiscount, Pierre Wenger, wird die Coop-Gruppe im gegenseitigen Einvernehmen Ende September verlassen.
3 Minuten
10. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
KI beschleunigt Cyberangriffe drastisch - Neue Studien warnen
Spezialisierte KI-Modelle finden Software-Schwachstellen inzwischen in nie dagewesener Geschwindigkeit und Menge.
4 Minuten
Mitarbeiter bleiben grösstes Cyberrisiko - KI verschärft die Lage
Zwei aktuelle Studien zeigen: Das grösste Sicherheitsrisiko für Unternehmen sitzt nicht in der IT-Infrastruktur, sondern am Arbeitsplatz der eigenen Belegschaft.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige