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Lesedauer 4 Min.

Sichere biometrische Verfahren für Flugreisende

ACI EUROPE, Amadeus, IATA, IDEMIA Public Security und SITA, führende Unternehmen und Akteure der Luftfahrt- und Reisebranche, haben die «Responsible Biometrics Travel Industry Coalition» gegründet.
© SITA

Gemeinsam fordern sie EU-Entscheidungsträger dazu auf, sich für eine faire Regelung einzusetzen, die Reisenden eine effizientere und komfortablere Reise ermöglicht und zugleich einen hohen Schutz bei der verantwortungsvollen Nutzung biometrischer Technologien gewährleistet.

Der sogenannte «Digital Omnibus» soll das europäische Regelwerk für digitale Technologien vereinfachen, Innovationen fördern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken. Gleichzeitig sollen hohe Standards beim Datenschutz und bei der Cybersicherheit gewahrt bleiben. Der Gesetzgebungsvorschlag könnte jedoch unbeabsichtigte Einschränkungen für die freiwillige Nutzung biometrischer Technologien durch Passagiere in ganz Europa mit sich bringen. Daher appelliert die «Responsible Biometrics Travel Industry Coalition» an politische Entscheidungsträger, sicherzustellen, dass der «Digital Omnibus» die Wahlfreiheit der Passagiere bewahrt und ihnen die Vorteile der Biometrie ermöglicht.

Biometrie ermöglicht reibungsloses und effizientes Reisen

Biometrische Verfahren ermöglichen eine reibungslosere Abfertigung der Passagiere und bieten zugleich erhebliche operative Vorteile für Flughäfen und Fluggesellschaften. Durch die Reduzierung wiederholter manueller Dokumentenkontrollen erhöht die biometrische Verifizierung die Durchsatzleistung, verbessert den Passagierfluss und hilft Flughäfen, die bestehende Terminalinfrastruktur effizienter zu nutzen. So kann sich das Personal stärker auf Passagiere konzentrieren, die Unterstützung oder zusätzliche Aufmerksamkeit benötigen.

Diese Vorteile stärken die Wettbewerbsfähigkeit Europas, indem sie effiziente, gut vernetzte Flughäfen und Innovationen in den Reise- und Technologiesektoren fördern. Ein klarer regulatorischer Rahmen kann weitere Investitionen fördern und europäischen Technologieunternehmen ermöglichen, vertrauenswürdige Lösungen auf ihrem Heimatmarkt zu entwickeln und zu skalieren.

Um das volle Potenzial der Biometrie im europäischen Luftverkehr zu erschliessen, fordert der Zusammenschluss neue technologieneutrale Regeln, die die freiwillige Nutzung biometrischer Daten – sofern entsprechende Schutzmassnahmen vorhanden sind – erlauben und den Fahrgästen nicht-biometrische Alternativen bieten.

Wahlfreiheit und Schutz der Privatsphäre von Passagieren

ACI EUROPE, Amadeus, IATA, IDEMIA Public Security und SITA sind der festen Überzeugung, dass die Vorteile der Biometrie mit dem konsequenten Schutz der Privatsphäre der Passagiere 
einhergehen sollten. Passagiere sollen jederzeit entscheiden können, ob sie ihre Daten weitergeben möchten oder diese gelöscht werden sollen. Laut der Global Passenger Survey der IATA waren 74 % der befragten Reisenden bereit, biometrische Daten anstelle eines Reisepasses oder einer Bordkarte zu teilen. Der Einsatz biometrischer Lösungen sollte jedoch freiwillig, sicher und auf die jeweilige Reise beschränkt sein.

«Advancing Responsible Biometrics in Europe»

Das Manifest «Advancing Responsible Biometrics in Europe» skizziert einen evidenzbasierten Ansatz für biometrische Technologien in Europa. Ziel ist es, den öffentlich-privaten Dialog über Biometrie zu unterstützen und so dabei zu helfen, auf die steigenden Passagierzahlen und begrenzten Flughafenkapazitäten zu reagieren. Gleichzeitig soll damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Transport- und Tourismussektoren gestärkt werden.1

Darüber hinaus setzt sich der Zusammenschluss für mehr rechtliche Klarheit bei der Nutzung biometrischer Daten ein, um einen verantwortungsvollen Einsatz solcher Technologien zu erleichtern und deren Vorteile für Reisende nutzbar zu machen.

ACI EUROPE, Amadeus, IATA, IDEMIA Public Security und SITA bündeln ihr Fachwissen aus dem gesamten Reiseökosystem, um praktische Einblicke zu liefern und mit politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden in Kontakt zu treten. Sie sind der Ansicht, dass die fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen Industrie und öffentlichen Behörden unerlässlich sein wird, um die hohen europäischen Datenschutz- und Grundrechte zu wahren und gleichzeitig zukünftige Innovationen im Reisebereich zu ermöglichen:

«EU-Politikerinnen und EU-Politiker haben die Möglichkeit, Europa weltweit an die Spitze bei der biometrischen Regulierung zu bringen. Die Vorteile der neuesten Technologien sind klar: Sie können die Privatsphäre der Passagierdaten schützen und einen reibungsloseren und effizienteren Reiseprozess ermöglichen. Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit der Region insgesamt stärken. Gleichzeitig sollten biometrische Reisen stets auf der Passagierwahl und freiwilliger Teilnahme basieren. Das neue Manifest festigt die Verpflichtungen der Branche für einen verantwortungsvollen Umgang mit Biometrie und stellt einen regulatorischen Aufruf zur Verabschiedung von Regeln dar, die eine sichere und nahtlose Zukunft für die mehr als eine Milliarde europäischen Flugreisenden pro Jahr ermöglichen», so der Zusammenschluss.

Zum Zusammenschluss gehören leitende Vertreterinnen und Vertreter jeder Mitgliedsorganisation: Olivier Jankovec, Generaldirektor, ACI EUROPE; Fernando Cuesta, Senior Vice President, Industry Affairs Global Development, Amadeus; Thomas Reynaert, Senior Vice President, External Affairs, IATA; Lisa Shoemaker, Senior Vice President, Corporate Relations, IDEMIA Public Security; Pedro Alves, Senior Vice President, Borders, SITA.

Weitere Informationen: Advancing Responsible Biometrics in Europe 

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