Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Cybersicherheit im Finanzsektor - BACS und Swiss FS-CSC stärken Zusammenarbeit

Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und das Swiss Financial Sector Cyber Security Centre (Swiss FS-CSC) vertiefen ihre Zusammenarbeit, um die Cybersicherheit im Schweizer Finanzsektor weiter und nachhaltig zu stärken.
© (Quelle: Swiss FS-CSC)

Mit der Kooperationsvereinbarung bündeln sie ihre Kräfte und setzen gemeinsam gezielte Massnahmen gegen wachsende Cyberbedrohungen um.

Der Schweizer Finanzplatz zählt zu den bedeutendsten weltweit. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann nicht nur gravierende wirtschaftliche Folgen für einzelne Finanzinstitute haben, sondern auch das Vertrauen in den gesamten Finanzplatz und seine Funktionsfähigkeit untergraben. Angesichts dieser Bedrohungslage ist eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem Bund und dem Finanzsektor wichtig. Daher haben das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und das Swiss Financial Sector Cyber Security Centre (Swiss FS-CSC) ihre Partnerschaft ausgebaut und eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist der strukturierte Austausch von Informationen über Bedrohungen, Risiken, Methoden und Trends im Bereich der Cybersicherheit. Damit soll die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegenüber Cyberbedrohungen erhöht und das Schutzdispositiv kritischer Infrastrukturen gezielt verbessert werden.

Neue Vereinbarung stärkt Cybersicherheitskooperation im Finanzsektor

Mit der Vereinbarung wird die Grundlage geschaffen, dass einzelne Analystinnen und Analysten des Swiss FS-CSC Zugang zu sektorrelevanten Informationen des BACS erhalten. Diese werden genutzt, um finanzmarktspezifische Analysen zu erstellen, neue Angriffsvektoren und Bedrohungsmuster zu identifizieren sowie fundierte Lagebilder für den Sektor zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Analysen werden den Mitgliedern des Swiss FS-CSC zur Verfügung gestellt und über den nationalen Cyber Security Hub (CSH) des BACS veröffentlicht.

Das BACS stellt dafür den organisatorischen und fachlichen Rahmen sicher. Die Analysten des Swiss FS-CSC werden in bestehende Arbeitsprozesse des BACS eingebunden, arbeiten jedoch unabhängig und unterliegen der Weisungsbefugnis des Swiss FS-CSC.

Neue Partnerschaft setzt auf flexible Weiterentwicklung

Die neue Partnerschaft ist modular aufgebaut und offen für eine schrittweise Weiterentwicklung, um künftige Bedürfnisse des Finanzsektors optimal zu integrieren. Die Vereinbarung wurde durch Florian Schütz, Direktor des BACS, sowie durch August Benz, Präsident des Swiss FS-CSC, und Alexandra Arni, Geschäftsführerin des Swiss FS-CSC, unterzeichnet.

Über Swiss FS-CSC

Der Verein Swiss FS-CSC zielt im Rahmen einer Public-Private Partnership darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegen Cyberrisiken zu verbessern und eine Partnerschaft zwischen Finanzinstituten und Behörden in strategischen und operativen Fragen zu pflegen. Der Verein wurde am 5. April 2022 in Zürich gegründet und hat inzwischen über 170 Mitglieder, darunter Banken, Rück-/Versicherungen, die Schweizerische Nationalbank (SNB), SIX, Wertpapierhäuser, Finanzdienstleister, Asset Manager, Liechtensteinische Finanzinstitute und Branchenverbände. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) unterstützen den Verein als Affiliates und wirken in seinen wichtigen Gremien mit.

Fintech Politik Banking
Anzeige

Neueste Beiträge

SBS Schweiz ruft den World Adapter USB wegen Brand- und Stromschlaggefahr zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (EST) ruft die SBS Schweiz den World Adapter USB «TEADAPTUSB2CPD20UNI» zurück. Es besteht Brandgefahr und Stromschlaggefahr. Die Konsumenten erhalten den Kaufpreis rückerstattet.
2 Minuten
16. Jul 2026
10 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt
Der ETH-Rat hat auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 7 Professorinnen und 3 Professoren ernannt, einer Person den Titel Professor und einer Person den Titel Professor of Practice verliehen sowie den Rücktritt von einem Professor mit Verdankung zur Kenntnis genommen.  
8 Minuten
16. Jul 2026
Wie digitale Archive Unternehmenswissen nutzbar machen - Nachgefragt by CENT Systems
Ist das Zeitalter der physischen Archive vorbei? Für Sascha Büchler, Leiter Innovation beim IT-Dienstleistungsunternehmen CENT Systems, gibt es darauf nur eine Antwort. Der Innovationsexperte sieht papierbasierte Archive als strukturelle Hürde für effiziente Prozesse – und erklärt im Gespräch, weshalb e-Archivlösungen den Weg in die Zukunft weisen.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Digital Business im Fokus: Wohin geht die Reise? - Computerworld Ausgabe 2/2026
Autonomie und Souveränität werden inzwischen als Schlagworte mindestens ebenso häufig verwendet wie Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Automatisierung und die Transformation zu einer hohen Dichte an KI-Agenten in Unternehmen werden die Zukunft des Digital Business prägen. Daraus entsteht ein Mix, der spannender und komplexer nicht sein könnte. Die Digitalisierung hat Dimensionen erreicht, die sich - Ironie des Wandels - fast nur noch mit KI bewältigen lassen. Höchste Zeit also für einen Überblick. 
2 Minuten
Open-Source-Technologien im Sicherheitsbereich - Parldigi | Digitale Nachhaltigkeit
In Staat und Wirtschaft kommen seit längerem Open-Source-Technologien zum Einsatz. Doch welche Rolle spielt Open-Source im Bereich Security? Auf diese Frage gab der Parldigi-Anlass in Bern u. a. mit Bundesrat Martin Pfister mögliche Antworten.
4 Minuten
26. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige