Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Besserer Schutz der kritischen Infrastrukturen in der Schweiz

Der Bundesrat will kritische Infrastrukturen, die für Bevölkerung und Wirtschaft der Schweiz essenziell sind, besser gegen Ausfälle aller Art schützen. Auch die wichtigsten elektronischen Daten von Bund, Kantonen und kritischen Infrastrukturen sollen einen besseren Schutz gegen Cyberangriffe und Manipulation erhalten.
schweiz shutterstock.jpg
© shutterstock.com/kavalenkava

Deshalb hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 18. Februar 2026 entschieden, in Umsetzung zweier überwiesener Motionen die Arbeiten für entsprechende Gesetzesentwürfe voranzutreiben, um die Resilienz und die Datensicherheit kritischer Infrastrukturen zu verbessern.

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine erfolgen zahlreiche Angriffe gegen kritische Infrastrukturen der Ukraine, insbesondere gegen die Energieversorgungs- und Kommunikationssysteme. Auch durch Naturkatastrophen werden kritische Infrastrukturen oft in Mitleidenschaft gezogen. Dies beeinträchtigt erstens die Versorgung der Bevölkerung während und nach dem Ereignis, erschwert zweitens die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten und kann drittens in den betroffenen Gebieten Wirtschaftsleistung und Alltagsleben über längere Zeit beeinträchtigen. Deshalb ist der Schutz bzw. die Resilienz von kritischen Infrastrukturen von zentraler Wichtigkeit. Unter kritischen Infrastrukturen werden Dienstleistungs- und Versorgungssysteme verstanden, die essenziell für die Wirtschaft bzw. die Lebensgrundlagen der Schweizer Bevölkerung sind (Stromversorgung, medizinische Versorgung, Telekommunikation usw.).

Die Motion 23.3001 «Zeitgemässe Rechtsgrundlagen für den Schutz kritischer Infrastrukturen» der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates (SiK-S) fordert eine Anpassung von Rechtsgrundlagen, damit es dem Bund möglich wird, verbindliche Vorgaben für die Ausfallsicherheit und Störungsbehebung kritischer Infrastrukturen zu erlassen und so die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) zu verbessern. In einigen Bereichen, etwa bei der Stromversorgung, sind solche bereits heute vorhanden, in vielen anderen Bereichen hingegen kaum.

Eine zweite Motion der SiK-S (23.3002), «Mehr Sicherheit bei den wichtigsten digitalen Daten der Schweiz», verlangt eine Rechtsgrundlage für den Erlass von Vorgaben an Bund und Kantone sowie die Betreiberinnen kritischer Infrastrukturen, wie sicherheitsrelevante Daten besser geschützt werden können.

Der Bundesrat will nun Regelungen zur Verbesserung der Resilienz und der Datensicherheit kritischer Infrastrukturen erarbeiten, die der Zuständigkeit des Bundes unterliegen. Er hat deshalb das VBS beauftragt, in enger Kooperation mit den anderen Departementen (WBF, UVEK, EFD, EJPD), bis Ende 2026 die Eckwerte für die Erarbeitung zweier entsprechender Gesetzesentwürfe zu erstellen und eine Regulierungsfolgeabschätzung durchzuführen.

Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Hege und Pflege der Fotos-Mediathek im Apple Universum - Apple-Ecke
Die Fotos-Mediathek bildet den Dreh- und Angelpunkt bei der Bildverwaltung. Ihre Vorzüge machen sie alternativlos, ganz besonders für iPhone-Fotografen. Mit einem Verständnis für die strukturellen Feinheiten sind Sie auf Probleme bestens vorbereitet.
6 Minuten
KI-Avatar diskutiert auf Schweizer Konferenzpodium mit
Beim indie Camp am Zürichsee nahm erstmals ein KI-Avatar des Schweizer Unternehmens Aura51.ai als Diskussionsteilnehmerin an einer Live-Podiumsdiskussion teil. Die virtuelle Teilnehmerin Cassandra reagierte in Echtzeit auf ihre menschlichen Gesprächspartner und brachte eigene Argumente ein.
2 Minuten
Signature 27: Motorola schickt sein neues Flaggschiff an den Start
Mit einem rasanten Prozessor, Sound von Bang & Olufsen und einem sehr hellen Display soll das Motorola Signature 27 die Käufer überzeugen. Leider folgt der Hersteller auch dem allgemeinen Trend zu höheren Preisen.
3 Minuten
5. Nov 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
it-sa 2026 verzeichnet deutliches Besucherplus
Die Cybersecurity-Messe it-sa in Nürnberg hat ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Mit über 33'000 Fachbesuchern aus mehr als 70 Ländern stieg die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent. Erstmals waren mit 1005 Unternehmen mehr als 1000 Aussteller vertreten.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige