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Erfolgsdruck bei KI macht deutsche CEOs nervös

Deutsche Unternehmensführer erkennen die strategische Bedeutung von KI – handeln aber langsamer als ihre internationalen Pendants.
© Dataiku

Das zeigt der neue «Global AI Confessions Report: CEO Edition 2026» des KI-Plattformanbieters Dataiku, für den zwischen Februar und März 2026 weltweit 900 CEOs von Unternehmen mit mindestens 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz befragt wurden, darunter 100 in Deutschland.

79 Prozent der deutschen CEOs geben an, dass KI seit Anfang 2025 für ihr Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die persönlich in KI-Entscheidungen eingebunden sind, von 70 auf 47 Prozent gesunken – der stärkste Rückgang im globalen Vergleich. Laut Studie handelt es sich dabei weniger um einen Rückzug als um eine bewusste Professionalisierung: KI-Entscheidungen werden zunehmend in spezialisierte Teams und Governance-Strukturen verlagert.

Regulierung als wachsende Bremse

58 Prozent der deutschen CEOs berichten, dass KI-Initiativen aufgrund regulatorischer Unsicherheiten verzögert wurden – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig gehen 80 Prozent davon aus, dass KI in den nächsten zwei Jahren entscheidend sein wird, um das eigene Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben (2025: 44 Prozent). 83 Prozent der deutschen Befragten befürchten, ihren Job zu verlieren, wenn bis Ende 2026 keine messbaren KI-Erfolge vorgewiesen werden können.

Trotz des vorsichtigen Ansatzes zeigen sich hohe Ambitionen: 89 Prozent der deutschen CEOs erwarten, dass ihr Unternehmen noch in diesem Jahr vollumfängliche KI-Agenten einsetzen wird – leicht über dem globalen Durchschnitt von 83 Prozent.

«KI hat sich von einem reinen Technologiethema zu einer zentralen Führungs- und Verantwortungsfrage entwickelt”, erläutert Kurt Muehmel, Head of AI Strategy bei Dataiku. «Governance entwickelt sich dabei zu einem ebenso wichtigen Wettbewerbsfaktor wie die Technologie selbst. Dauerhafte KI-Transformation entsteht nur dort, wo Innovation und Vertrauen gemeinsam wachsen.”
 

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