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Uni Bern will 15 Millionen pro Jahr weniger ausgeben

Die Universität Bern will weniger Geld ausgeben. Sie hat eine Reduzierung des Grundmittelbudgets um zwei Prozent ab 2026 beschlossen, was Einsparungen von rund 15 Millionen Franken pro Jahr entspricht.
© (Quelle: Uni Bern)

Zusätzliche Massnahmen ab 2027 würden derzeit geprüft, teilte die Universität Bern am Freitag mit. Diese Massnahmen seien notwendig, um die finanzielle Stabilität der Universität zu gewährleisten und ihre langfristige Leistungsfähigkeit zu sichern.

Die Sparmassnahmen betreffen laut der Universität gleichermassen alle Fakultäten und Forschungszentren sowie den Zentralbereich mit dem Rektorat, den Vizerektoraten und der Verwaltungsdirektion.

Auswirkungen auf Personal möglich

«Wir müssen realistisch sein und alle Möglichkeiten prüfen, also auch im Bereich Personal», sagte die Rektorin Virginia Richter in einem im Unimagazin «Uniaktuell» veröffentlichten Interview zu den Sparmassnahmen. Es sei etwa möglich, dass befristete Verträge nicht verlängert oder externe Dozierende nicht wieder angestellt würden.

Auch auf die Studentinnen und Studenten könnten die Sparmassnahmen Auswirkungen haben. «Es könnte zum Beispiel sein, dass nicht-essenzielle Angebote wie Exkursionen oder Vorträge externer Expertinnen und Experten reduziert werden», so Richter. Es sei aber auf jeden Fall gewährleistet, dass alle Studierenden ihr Studium in den bereits laufenden Studiengängen abschliessen könnten.

Defizit von 55 Millionen

Die Grundmittel der Universität stammen zu rund einem Drittel aus einem jährlichen Staatsbeitrag des Trägerkantons Bern. Die restlichen zwei Drittel werden aus Beiträgen des Bundes, Beiträgen der anderen Kantone gemäss Interkantonaler Universitätsvereinbarung und aus den Studiengebühren finanziert.

Bereits seit einigen Jahren weist die Universität ein Defizit auf. Im Jahr 2025 wird nun ein Fehlbetrag von bis zu 55 Millionen Franken erwartet. Grund dafür seien die Teuerung, die Lohnmassnahmen im Kanton Bern, wachsende Studierendenzahlen und gestiegene Anforderungen an einen international kompetitiven Wissenschaftsbetrieb. Der Kanton Bern hat wegen dieses Defizits seinen Kantonsbeitrag für 2025 bereits erhöht.

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