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U-Blox will trotz Übernahme Schweizer Unternehmen bleiben

Die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft will den Thalwiler Halbleiterhersteller U-Blox übernehmen. Dennoch bekennt sich U-Blox zum Schweizer Standort und plant auch keine grösseren Umbaumassnahmen.
© (Quelle: U-Blox)

Konkret will Advent 135,00 Franken je Aktie in bar pro U-Blox-Aktie zahlen. Damit wird U-Blox mit rund 1,05 Milliarden Franken bewertet.

Der Verwaltungsrat von U-Blox unterstütze die Transaktion einstimmig und empfehle den Aktionären, das Angebot anzunehmen, heisst es in einer Pressemitteilung vom Sonntagabend. Auch der grösste Einzelaktionär, der SEO Master Fund LP mit rund 9 Prozent der Aktien, habe sich zur Andienung seiner Beteiligung verpflichtet.

Der Angebotspreis von 135 Franken je Aktie in bar entspreche einer Prämie von 53 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten sechs Monate bis zum 14. August 2025, also vor den ersten Medienberichten über eine mögliche Transaktion, so die Meldung. Für die letzten 60 Handelstage entspricht dies einer Prämie von 32 Prozent.

Das Management und der Verwaltungsrat von U-Blox haben sich in einem Analysten-Call am Montagnachmittag noch einmal nachdrücklich für das Übernahmeangebot durch die US-Private-Equity-Firma Advent International ausgesprochen.

U-Blox soll Schweizer Firma bleiben

Trotz des Verkaufs werde U-Blox «ein Schweizer Unternehmen bleiben», sagte Firmenchef Stephan Zizala am Montag gegenüber Analysten. Auch der Hauptsitz werde in Thalwil belassen.

Weitere Stellenstreichungen über den jüngsten Umbau hinaus seien derzeit nicht geplant. In jüngster Zeit hatte U-Blox sich von Geschäftsbereichen getrennt und sich damit auf Positionierungstechnologien konzentriert. «Die Neuausrichtung liegt im Wesentlichen hinter uns und die Organisation wird nun so weitergeführt», so Zizala.

Auch Kritik von Analysten

Erste Gerüchte über das Interesse von Advent an U-Blox waren bereits am Freitagnachmittag aufgekommen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte darüber berichtet, worauf der Aktienkurs bereits sprunghaft auf bis zu 138,60 Franken in die Höhe geschossen.

Am Montagnachmittag kosten die Aktien ziemlich genau 135 Franken und damit auf dem Niveau des Advent-Angebots. An den Märkten wird der erfolgreiche Abschluss des Deals daher als sehr wahrscheinlich eingestuft. Auch Analysten sehen es ähnlich, auch wenn einige noch eine Hintertür für Gegenangebote offen lassen.

Von Analysten gab es durchaus auch Kritik an den Übernahmekonditionen. Der Preis sei in Anbetracht der jüngsten Umbausmassnahmen, der erfolgreichen Neuausrichtung der Geschäfte und den zu erwartenden Gewinne deutlich zu tief angesetzt, sagte ein Analyst.

Der Verwaltungsrat habe die Offerte ausführlich geprüft, und auch ein externer Berater habe es für «fair und positiv» befunden, rechtfertigte dagegen Verwaltungsratspräsident André Müller die Empfehlung zur Annahme der Offerte.

Übernahme

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