Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Softwarehersteller SAP wird vorsichtiger für Cloudgeschäft

Europas grösster Softwarehersteller SAP hat den Gewinn kräftig gesteigert. Doch wird der Konzern wegen zurückhaltender Kunden vorsichtiger bei seinen Zielen für das wichtige Cloud-Geschäft.
© (Quelle: shutterstock.com/Cineberg)

Der Cloudumsatz dürfte im Gesamtjahr nun währungsbereinigt am unteren Ende der Bandbreite von 26 bis 28 Prozent steigen, hiess es nach US-Börsenschluss vom Dax-Schwergewicht. Finanzchef Dominik Asam sprach laut Mitteilung von einem unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die in den USA gehandelten SAP-Anteile gaben nachbörslich zunächst deutlich nach.

In den drei Monaten von Juli bis September legte der Cloudumsatz bei SAP kräftig um 22 Prozent auf 5,29 Milliarden Euro zu - das war aber etwas weniger als von Fachleuten erwartet. Bereits vor dem dritten Quartal hatten sowohl US-Behörden als auch Industriefirmen weniger Interesse an neuen Vertragsabschlüssen gezeigt. Beim operativen Ergebnis strebt SAP nun aber das obere Ende der bisher angepeilten Bandbreite von währungsbereinigt 26 bis 30 Prozent Plus an. Auch beim Barmittelzufluss werden die Walldorfer optimistischer.

Gewinn wächst deutlich

Der Gesamtumsatz von SAP stieg im dritten Quartal um sieben Prozent auf 9,08 Milliarden Euro. Beim um Sonderposten bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern gab es ein Plus von 14 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Unter dem Strich lag der Nettogewinn um 42 Prozent höher bei 2,05 Milliarden Euro.

SAP-Chef Christian Klein bemühte sich, grössere Sorgen zu zerstreuen. Die Pipeline anstehender Abschlüsse für das vierte Quartal sehe gut aus - auch bei den zuletzt auf die Bremse tretenden öffentlichen Kunden in den USA, wo das Geschäft bereits wieder anziehe. Das vierte Quartal ist bei SAP das weitaus wichtigste im Jahresverlauf, in dem ein Grossteil des Geldes verdient wird.

Insgesamt rechnet das Management nicht, dass die aktuelle Flaute bei Kunden schwere Blessuren in den Zahlen hinterlässt. Klein blieb dabei, dass sich das Umsatzwachstum bis 2027 beschleunigen solle.

Cloud & Infrastruktur SAP Schweiz
Anzeige

Neueste Beiträge

Shkelzen Syla übernimmt die Leitung Competence Centers Salesforce bei adesso Schweiz
adesso baut das Salesforce-Geschäft in der Schweiz aus und hat per 1. Juli 2026 Shkelzen Syla zum Verantwortlichen des neu geschaffenen Competence Centers Salesforce ernannt.
2 Minuten
16. Jul 2026
10 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt
Der ETH-Rat hat auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 7 Professorinnen und 3 Professoren ernannt, einer Person den Titel Professor und einer Person den Titel Professor of Practice verliehen sowie den Rücktritt von einem Professor mit Verdankung zur Kenntnis genommen.  
8 Minuten
16. Jul 2026
Wie digitale Archive Unternehmenswissen nutzbar machen - Nachgefragt by CENT Systems
Ist das Zeitalter der physischen Archive vorbei? Für Sascha Büchler, Leiter Innovation beim IT-Dienstleistungsunternehmen CENT Systems, gibt es darauf nur eine Antwort. Der Innovationsexperte sieht papierbasierte Archive als strukturelle Hürde für effiziente Prozesse – und erklärt im Gespräch, weshalb e-Archivlösungen den Weg in die Zukunft weisen.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di
Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
3 Minuten
31. Mai 2026
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige