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Schlechte Kommunikation am Arbeitsplatz hemmt Produktivität

Eine aktuelle Studie von Atlassian zeigt, dass schlechte Kommunikation am Arbeitsplatz erheblich zur Produktivitätsminderung beiträgt. Über 40 Arbeitsstunden gehen jährlich verloren, weil Mitarbeiter Missverständnisse klären müssen.
© (Quelle: EMGenie)

In der heutigen Arbeitswelt findet Kommunikation zunehmend über digitale Kanäle statt, was oft zu einer Flut an Informationen führt. Diese Nachrichten werden häufig ohne den nötigen Kontext verschickt, was zu Verwirrung führt anstatt zu Klarheit. Eine Nachricht, die in 30 Sekunden geschrieben wird, kann dazu führen, dass ein Team stundenlang damit beschäftigt ist, die Botschaft zu entschlüsseln. 

Dies hat erhebliche Konsequenzen für Unternehmen. Laut einer globalen Studie von Atlassian verlieren mehr als ein Drittel der Befragten mehr als 40 Stunden pro Jahr damit, unklare Kommunikation zu klären. 

Dr. Molly Sands, Head of the Teamwork Lab bei Atlassian, bezeichnet dieses Phänomen als ‚Emotional Overhead‘, welcher Zeit und emotionalen Aufruhr verursacht, der durch unklare Kommunikation entsteht. Die Zeit, die Mitarbeiter damit verbringen, Missverständnisse auszuräumen, könnte besser in geschäftskritische Aufgaben investiert werden.

E-Mail: Fluch und Segen

E-Mail bleibt zwar eines der gängigsten Kommunikationsmittel, jedoch berichtet eine Mehrheit von 61 Prozent der Beschäftigten, dass gerade schriftliche Kommunikation häufig zu Missverständnissen führt. Sands betont, dass trotz der Wichtigkeit schriftlicher Kommunikation ein präziser Schreibstil entscheidend ist, um Dringlichkeit und Gefühle zu vermitteln. In einer Zeit, in der viele Mitarbeiter online arbeiten, ist das Fehlen von Körpersprache und Tonfall eine Herausforderung. Daher sollten Teams achtsam und mit Intention kommunizieren.

Die Studie zeigt ausserdem, dass Teams, die emotional kommunizieren, eine dreifache Steigerung der Produktivität erfahren. Emojis spielen eine bedeutende Rolle dabei, den gewünschten Ton in der Kommunikation zu verdeutlichen. 65 Prozent der Befragten geben an, Emojis zu verwenden, um ihre Botschaft zu unterstreichen. Dieses Element der Kommunikation könnte eine Lösung für die Herausforderungen darstellen, die aus emotionaler Distanz und abstrakten Nachrichten resultieren. 

In Deutschland zeigen die Ergebnisse zwar ein ähnliches Bild wie international, jedoch ist die Nutzung von persönlicher Kommunikation hier signifikant höher. Während viele andere Länder moderne Kommunikationskanäle wie Slack oder Teams bevorzugen, dominieren in Deutschland persönliche Meetings und der Einsatz von E-Mails.

Dr. Sands schliesst mit dem Rat, dass Führungskräfte ihre Teams ermutigen sollten, Emotionen in die Kommunikation zu integrieren, um sowohl Produktivität als auch Zusammengehörigkeitsgefühl zu steigern und den emotionalen Aufwand zu reduzieren. Teams sollten Standards für die Kommunikation gemeinsam definieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

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