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SAP streicht Frauenquote

Der Softwareriese SAP will mit Blick auf die Politik von US-Präsident Donald Trump den Frauenanteil im Konzern nicht weiter gezielt fördern.
© (Quelle: shutterstock.com/Cineberg)

Die angepeilte Quote von 40 Prozent in der Belegschaft werde aufgegeben, heisst es in einer internen E-Mail, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet.

Aufgrund der neuesten juristischen Entwicklungen müssten die eigenen Initiativen bei Diversität und Inklusion angepasst werden, um damit im Einklang mit geltendem Recht zu stehen, hiess es. Neben der Abschaffung der Gesamt-Frauenquote im Konzern werden diese bei SAP auf bestimmten Ebenen künftig nicht mehr gezielt in Führungspositionen gefördert.

Auf «Handelsblatt»-Anfrage bestätigte SAP, dass es eine Änderung bei den Kriterien für die Vorstandsvergütung gibt. Wie es weiter in der internen Mail heisst, werden zudem die Diversitäts- und Inklusionsanlaufstelle und der Bereich «Corporate Social Responsibility» - ein Bereich, der für gesellschaftliche Verantwortung steht - zusammengeworfen.

Trumps Feldzug gegen DEI

Mit Diversitätsprogrammen sollen eigentlich benachteiligte Personengruppen gefördert werden. US-Präsident Trump und seine Regierung führen aber seit ihrem Amtsantritt einen Feldzug gegen die Programme, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind.

Als Argument wird behauptet, durch Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen würden andere wiederum benachteiligt. Trump, seine Minister und auch Tech-Milliardär Elon Musk führen an, durch solche Initiativen leide die Kompetenz. Belege dafür gibt es nicht.

Auch andere Unternehmen mit grossem US-Geschäft hatten in jüngster Vergangenheit Zugeständnisse gemacht: Anfang April war bekannt geworden, dass die Telekom-Tochter T-Mobile US ihre DEI-Initiativen weitgehend aufgibt.

In einem Schreiben an die US-Regulierungsbehörde FCC hiess es, dass spezifische Ziele verworfen werden sollten. Am Tag nach dem Schreiben genehmigte die Federal Communications Commission (FCC) die von T-Mobile US angestrebte Übernahme des Kabelnetzbetreibers Lumos. «T-Mobile US zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Mitarbeitenden und Zulieferer eine Vielzahl von Fähigkeiten und Hintergründen einbringen», betonte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

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