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Salt steigert Umsatz und Betriebsgewinn in ersten neun Monaten

Salt hat in den ersten neun Monaten weiter zugelegt. Dabei lockte der der drittgrösste Mobilfunkanbieter der Schweiz so viele Neukunden für Handyabos an wie noch nie.
© (Quelle: Salt)

Insgesamt steigerte Salt den Umsatz von Januar bis September um 2,4 Prozent auf 838,3 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Während der Umsatz aus dem Telekomgeschäft um 5,2 Prozent anzog, gingen die Verkäufe von Geräten wie etwa Handys oder Tablets um 13,1 Prozent zurück.

Getrieben wurde das Umsatzplus im Telekomgeschäft vor allem durch das kräftige Wachstum bei den Kunden: Hier konnte Salt im Sommerquartal 40'000 neue Handyabonnenten bei Privat- und Firmenkunden gewinnen. Über die gesamten neun Monate summierte sich das Neukundenwachstum auf 112'000. Das sei ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekord. Preiserhöhungen wirkten sich ebenfalls positiv aus.

Damit habe Salt mehr Neukunden gewonnen als die Konkurrenten, sagte Salt-Chef Max Nunziata im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Zum Vergleich: Sunrise zog in den ersten neun Monaten 107'000 Neukunden für Handyabos an, bei der Swisscom waren es 67'000.

Zudem habe man das Angebot ausgebaut. So läuft das Post-Mobilfunkangebot über Salt. Ausserdem hat Salt mit Spusu einen vierten virtuellen Netzbetreiber (im Fachjargon: MVNO) hinzugewonnen.

Leute behalten ihr Handy länger

Auch im Festnetz konnte Salt zulegen. Die Zahl der TV-, Internet- und Festnetztelefoniekunden habe die Grenze von 250'000 überschritten. Das Festnetzangebot sei neu in sieben weiteren Gemeinden verfügbar. Man könne mit dem Ausbau des Glasfasernetzes durch die Swisscom und andere Anbieter weiter wachsen, sagte Salt-Chef Max Nunziata.

Der Rückgang bei den Geräteverkäufen sei ein branchenweiter Trend, sagte Nunziata. Die Kunden würden weniger häufig ihre Handys wechseln. «Früher gab es lange Schlangen vor den Läden beim Start von neuen iPhones», sagte der Salt-Chef. Heute würden die Kunden nur noch alle zwei bis drei Jahre ein neues Smartphone kaufen.

Die Neuerungen bei den Geräten seien nicht mehr so gross, dass die Kunden unbedingt jedes Jahr ein neues Handy wollten. Zudem seien die Geräte nicht ganz billig, sagte der Salt-Chef.

Kosten drücken

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) legte derweil nur moderat um 0,7 Prozent auf 430,0 Millionen Franken zu. Wegen der Inflation seien die Kosten gestiegen, hiess es. Auch die Personalkosten hätten zugelegt. Zudem habe man mehr Geld in Werbung und Marketing gesteckt.

Auch eine Einmalzahlung in Höhe von 4,2 Millionen Franken für langfristige Anreizpläne wegen Übererfüllung der Ziele drückte aufs Ergebnis. Die EBITDA-Marge sank leicht auf 51,3 Prozent von 52,1 Prozent im Vorjahr.

Der Reingewinn der Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom Holding stieg dagegen um 9,9 Prozent auf 125,2 Millionen Franken. «Insgesamt sind wir mit der Leistung sehr zufrieden», sagte Nunziata.

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