Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Luzerner Kantonsrat gegen Marschhalt bei neuer Software

Trotz offener Fragen sieht der Kantonsrat Luzern keine Alternative zur Software und Cloud Microsoft 365. Er hat am Montag ein Postulat mit 80 zu 30 Stimmen abgelehnt, das bei der Einführung des Produkts einen Marschhalt forderte.
© (Quelle: Manu De Carvalho/Unsplash)

Rahel Estermann (Grüne) begründete ihr Postulat damit, dass die Einführung der Software Microsoft 365 und deren in die Kritik geratenen Cloud tiefgreifende Auswirkungen auf die kantonale Verwaltung und die Grundrechte der Bevölkerung habe. Luzern begebe sich in eine grosse Abhängigkeit des Techkonzerns und der USA.

Unterstützt wurde die Forderung nach einem Marschhalt von der SP. Simone Brunner (SP) sagte, es gehe um die digitale Souveränität des Kantons. Anja Meier (SP) warf dem Regierungsrat vor, mit der Einführung der Software ohne politische Diskussion Tatsachen zu schaffen.

Veraltete Programme ersetzen

Die Ratsmehrheit sah zwar die kritischen Punkte, lehnte einen Marschhalt aber als zu weitgehend ab. Karin Dober (Mitte) gab etwa zu bedenken, dass die in der Verwaltung benutzten Applikationen veraltet seien.

Mario Cozzio (GLP) sagte, ein plötzlicher Marschhalt lege die Verwaltung lahm. Zudem würde sich der Kanton auch bei einem anderen Anbieter in eine Abhängigkeit begeben. Martin Wicki (SVP) gab zu bedenken, dass eine Alternative zu Microsoft 365 fehle.

Eva Forster (FDP) sagte: «Es braucht Transparenz.» Weil der Mensch der grösste Risikofaktor sei, brauche es eine gute Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie forderte zudem, dass sensible Daten nicht in der Cloud gespeichert würden.

Unumgängliche Umstellung

Der für die Informatik zuständige Regierungsrat, Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte), bezeichnete die Umstellung auf Microsoft 365 als unumgänglich. Die Verwaltung arbeite bereits mit der Software, aber es würden noch alle Daten lokal gespeichert.

Wyss erklärte, dass der Regierungsrat dem Umgang mit sensiblen Daten ein besonderes Augenmerk schenke. Vor der Inbetriebnahme der Cloud würden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich der Datenklassifizierung geschult.

Nach Angaben der Kantonsregierung werden insgesamt künftig rund 95 Prozent aller Daten in der kantonalen Obhut bleiben. Wyss sagte, die Daten würden grundsätzlich in den kantonalen Rechenzentren gespeichert. Personenbezogene Daten würden vollständig in den kantonalen Fachapplikationen verbleiben. «Es gibt keinen Grund, sensible Daten in der Cloud zu bearbeiten», sagte der Finanzdirektor.

Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

yallo bringt Travel eSIM für mobile Daten in über 160 Destinationen
yallo bietet neu eine eSIM-Lösung für günstige Datenpakete beim Roaming, die Kunden von allen Mobilfunkanbietern zur Verfügung stehen. Reisende können ihr Datenpaket fürs Ausland bereits vor der Abreise in der yallo Travel eSIM App auswählen und bei der Ankunft im Ausland sofort zu günstigen Tarifen online gehen.
3 Minuten
Motorola zeigt auf der IFA ein neues Smartphone und eine Smartwatch
Mit dem Edge 70 Plus bringt Motorola ein weiteres Mittelklasse-Smartphone. Ausserdem zeigt der Hersteller auf der IFA eine Edition des Razr 70 mit edlen Swarovski-Steinen und die sportliche Smartwatch Moto Watch Ultra.
3 Minuten
8. Sep 2026
Die neue Generation der Foldable-Smartphones - Quadratisch, praktisch, aber auch gut?
Smartphones zum Falten setzen verstärkt auf handliche Abmessungen. Aktuelle Falt-Handys orientieren sich beim Aussendisplay immer häufiger am kompakten Reisepassformat. Ein Überblick über Modelle, Technik, Gerüchte um Apples erstes Falt-Handy und deren Alltagstauglichkeit.
8 Minuten
8. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige