Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

KI-Firma Anthropic will Autoren 1,5 Milliarden Dollar zahlen

Die KI-Firma Anthropic will Buchautoren nach einer Klage mit mindestens 1,5 Milliarden Dollar für den unrechtmässigen Download ihrer Werke entschädigen. Der Chatbot-Entwickler Anthropic will so das Risiko einer noch höheren Zahlung ausschliessen.
© (Quelle: Anthropic)

Mit dem Vergleichsvorschlag reagiert Anthropic auf den Vorwurf, dass rund 500'000 Bücher und andere Texte über zwei urheberrechtswidrige Online-Datenbanken zum Training des KI-Chatbots Claude genutzt wurden. Für jedes betroffene Werk sollen damit rund 3000 Dollar gezahlt werden.

Die klagenden Autoren nahmen den Vorschlag an, er wird aber erst gültig, wenn der zuständige Richter in San Francisco dem Vergleich zustimmt. Anthropic will damit einen Prozess verhindern, in dem das Start-up zu noch deutlich höheren Zahlungen verurteilt werden könnte. Claude ist einer der erfolgreichsten Konkurrenten des populären Chatbots ChatGPT von OpenAI.

Eine von vielen Klagen gegen KI-Branche

Aktuell laufen mehrere Klagen von Urheberrechts-Inhabern gegen verschiedene Unternehmen wegen der Verwendung von Werken beim Training Künstlicher Intelligenz. Die KI-Programme werden mit gewaltigen Mengen an Informationen gefüttert, um möglichst sinnvolle Antworten auf Anfragen der Nutzer geben zu können.

In dem Verfahren in San Francisco befand der Richter zwar, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Texte durch Anthropic an sich vom «Fair Use»-Grundsatz (faire Nutzung) gedeckt sein kann, da als Folge etwas Neues entstehe. Für das Herunterladen der beiden Piraterie-Bibliotheken galt das aus seiner Sicht aber nicht. Zudem kam der Richter zu dem Schluss, dass Anthropic wusste, dass die Datenbanken illegal erstellt worden waren. Damit könnten in einem Prozess Strafzahlungen von bis zu 150'000 Dollar pro Buch fällig werden. Deswegen sah sich Anthropic unter Druck, einen Vergleich einzugehen.

Künstliche Intelligenz (KI)
Anzeige

Neueste Beiträge

Constantin Hilt neuer Leiter Interdiscount
Coop hat entschieden, Constantin Hilt, heutiger Projektleiter Omnichannel, per 5. September 2026 zum Leiter des Fachformates Interdiscount zu befördern. Der bisherige Leiter Interdiscount, Pierre Wenger, wird die Coop-Gruppe im gegenseitigen Einvernehmen Ende September verlassen.
3 Minuten
10. Sep 2026
Mehr Besucher und Aussteller: Positive Bilanz der IFA
Die IFA 2026 ist vorbei und die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Mit 240'000 Besuchern aus 155 Ländern wurden die Zahlen des Vorjahres übertroffen und auch die mehr als 2000 Aussteller bezeichnet die Messeleitung als Rekordwert.
3 Minuten
10. Sep 2026
Brack.Alltron investiert in den Geschäftsbereich Physical AI
Brack.Alltron steigt als einer der ersten grossen Schweizer Anbieter in den Bereich Physical AI ein und möchte eine breite Produktpalette für Handels- und Geschäftskunden anbieten.
5 Minuten
10. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige