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Lesedauer 2 Min.

ETH Zürich lässt US-Fragebogen zu Forschungsprojekt unbeantwortet

Die ETH Zürich hat entschieden, einen Fragebogen aus den USA zu einem mit US-Geldern unterstützten Forschungsprojekt nicht zu beantworten. Ob dies Konsequenzen für die US-Förderung hat, ist offen.
Das Hauptgebäude der ETH Zürich.
© (Quelle: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg)

Einen entsprechenden Bericht von Radio SRF vom Freitagmittag bestätigte die Medienstelle der ETH Zürich in einer Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt.

Die ETH Zürich begründet ihren Entscheid, den US-Fragebogen nicht auszufüllen, damit, dass die verlangten Informationen in keinem Zusammenhang mit dem betreffenden Forschungsprojekt stünden. Zudem entspreche eine solche Berichterstattung nicht der üblichen wissenschaftlichen Praxis.

Die ETH weiss nach eigenen Angaben nicht, welche Konsequenzen es haben könnte, den Fragebogen nicht auszufüllen. Um welches Projekt es sich handelt, sagt die ETH nicht.

US-Administration fragt nach politischen Vorgaben

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump versucht mit Fragebögen an zahlreiche Universitäten herauszufinden, ob mit US-Geldern geförderte Projekte den politischen Vorgaben entsprechen. So wird in einigen Fragebögen gefragt, ob das Forschungsprojekt etwas mit Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion zu tun hat.

Bei der ETH Lausanne sind laut dem Bericht von Radio SRF zwar noch keine Fragebögen aus den USA eingetroffen, doch hätten sich in den letzten Wochen vermehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA bei der Hochschule beworben. Einige Bewerberinnen und Bewerber würden offen sagen, dass Trumps Politik ein Grund dafür sei.

Wissenschaft Forschung Politik Schweiz USA
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