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Bundesrat Rösti will Gipfel zu künstlicher Intelligenz auch in der Schweiz

Bundesrat Albert Rösti hat anlässlich seiner Teilnahme am KI-Aktionsgipfel in Paris die Durchführung eines Gipfeltreffens zu künstlicher Intelligenz auch in der Schweiz in Aussicht gestellt.
Bundesrat Albert Rösti
© (Quelle: Béatrice Devènes / UVEK)

Ein Gipfeltreffen zur künstlichen Intelligenz (KI) in der Schweiz könnte bereits 2026 in Genf stattfinden, gab Rösti am Dienstag vor Journalisten in der Schweizer Botschaft in Paris bekannt.

Der Bundesrat müsse aber noch darüber beraten: «Wir müssen im Bundesrat diskutieren, aber es wäre eine gute Sache, die Schweiz mit ihren Hochschulen und Unternehmen zu positionieren», sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Zusammenarbeit mit Nigeria

Die Künstliche Intelligenz (KI) biete enorme Chancen für unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften. Um diese zu nutzen, müssten die technologischen, geopolitischen und gesellschaftlichen Risiken rund um KI auf angemessene und umfassende Weise angegangen werden, hiess es in einer Röstis Besuch betreffenden Mitteilung des Uvek.

Die Organisation eines solchen Gipfels sei jedoch «ein Wettbewerb», so Rösti an der Medienkonferenz weiter. «Wir müssen zeigen, dass wir über diese Leistungen verfügen. Es wäre eine Chance, das internationale Genf mit den Uno-Institutionen, die es beherbergt, zu positionieren», sagte Rösti.

Der Bundesrat schlug eine Zusammenarbeit mit Nigeria vor, um den Gipfel «gemeinsam zu organisieren». Frankreich tat dies gemeinsam mit Indien, das seinerseits den Gipfel im kommenden Jahr ausrichten wird.

KI soll für alle Staaten zugänglich sein

Die Schweiz unterstützte denn auch die Abschlusserklärung des Gipfels, die sowohl die USA als auch Grossbritannien nicht unterzeichnen wollten. Der Bund «beabsichtigt, die anderen Länder zu beeinflussen, um die konkreten Werte einzuhalten, die notwendig sind, um das Vertrauen in die künstliche Intelligenz zu gewinnen», so Rösti. Das bedeutete, dass jeder Zugang zu diesen Programmen haben müsse.

So sei am KI-Aktionsgipfel in Paris denn auch mehrfach die Dringlichkeit betont worden, Ungleichheiten abzubauen und die Entwicklungsländer beim Aufbau ihrer KI-Kapazitäten zu unterstützen, damit diese die Vorteile der Technologie voll ausschöpfen könnten, hiess es in der Mitteilung des Uvek. Eine «ethische, sichere und vertrauenswürdige» KI solle gefördert werden.

Die KI-Gipfeltreffen, die von Grossbritannien auf dem Gipfeltreffen in Bletchley Park 2023 initiiert worden waren, hatten laut dem Uvek den Grundstein für Diskussionen über die Steuerung und Sicherheit von Künstlicher Intelligenz gelegt. 2024 habe der Gipfel in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul diese Dynamik fortgesetzt und den Austausch um die drei Säulen Innovation, Inklusion und Sicherheit strukturiert.

In Paris beschloss das Gastgeberland Frankreich schliesslich, die Debatte um mehrere Themenbereiche auszuweiten. So unter anderem zu KI im öffentlichen Interesse sowie zu Innovation und Kultur.

Künstliche Intelligenz (KI) Politik Schweiz
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