Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Das Auto der Zukunft fährt nicht autonom - es fliegt

Uber will den fliegenden Taxidienst einführen. Auch andere Firmen arbeiten am fliegenden Auto. Der Kampf um die Herrschaft im Himmel ist in vollem Gange, in zwei, drei Jahren dürften die ersten Modelle über den Wolken schweben.
© Quelle: Computerworld.ch

Uber träumt von fliegenden Autos. Anders lässt es sich nicht erklären, dass man mit Mark Moore einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet ins Unternehmen lockte. Rund 30 Jahre war Moore Flugzeugingenieur für die US-Weltraumagentur NASA. Dort forschte er an kleineren Fahrzeugen, die vertikal abheben und landen knnen. Seiner Vorstellung nach sieht das fliegende Auto aus wie eine Rakete, hat Platz für einen Passagier, soll 480 km weit und 9,1 km hoch fliegen können. Nun soll er seine Idee bei Uber zum Leben erwecken. Der Fahrdienstvermittler plant jedoch wohl (noch) nicht die Konstruktion eines eigenen fliegenden Autos und den Einstieg in die Luftfahrt. Letzten Oktober legte Uber ein White Paper fr Pendelverkehr in der Luft vor. In der Abteilung «Uber Elevate» wird daran gearbeitet, Mark Moore wird ihr Chef. Uber stellt sich vor, dass Kunden zunächst konventionelle Uber-Autos zu einer Flugtaxi-Haltestelle in einem Wohngebiet nehmen. Von diesem «Vertiport» sollen sie dann zur nächsten Haltestelle in der Nähe ihrer Arbeitsstätte fliegen können. Die Flugautos bräuchten deshalb nur Reichweiten zwischen 80 und 160 Kilometern, sagte Mark Moore dem Nachrichtenmagazin Bloomberg. Sie könnten auch zumindest teilweise aufgeladen werden, während Passagiere an oder von Bord gehen.

© Quelle: Computerworld.ch

Bereits in ein bis drei Jahren soll es (von Piloten gesteuerte) Flugautos geben, prognostiziert Moore. Schon in zehn Jahren, glaubt Uber, wird es ein Netz aus Flugtaxi-Routen geben, mit denen die Menschen durch alle grossen amerikanischen Städte und zwischen Vorort und Arbeitsplatz hin und her jetten. Uber reiht sich ein in eine wachsende Gruppe von Unternehmen, die an fliegende Autos glauben. Moores Forschung hat den Google-Gründer und Multimilliardär Larry Page bereits für die Idee begeistert, er hat angeblich mehr als 100 Millionen Dollar in zwei Start-ups aus dem Silicon Valley investiert: Zee Aero und Kitty Hawk. Die Deutsche Firma E-volo fliegt bereits Testflüge mit ihrem «Volocopter», einem senkrecht startenden Fluggerät mit Elektroantrieb, 18 Rotoren und Platz für zwei Passagiere, berichtet die Sddeutsche Zeitung. Ehang aus China hat derweil die Technik für eine Taxi-Drohne schon entwickelt und wartet nur noch auf eine Behördenzulassung. Und Terrafugia aus den USA baut das «Flugauto für jedermann», das seine Flügel ausklappen und selbststeuernd in die Luft steigen soll. 2019 sollen die ersten Flugautos des Start-ups ausgeliefert werden. Diesem Trend können sich auch die derzeitigen Herrscher der Lüfte nicht entziehen: Airbus will bis Ende Jahr einen Prototypen für das autonom fliegende Fahrzeug Vahana präsentieren. Es sei noch ein Experiment, aber durchaus ernst zu nehmen, sagte Konzernchef Tom Enders laut der «SZ». «Vor 100 Jahren ging die Personenbeförderung in den Städten in den Untergrund. Heute haben wir die technischen Mittel, um vom Erdboden abzuheben.»

© Quelle: Computerworld.ch
Forschung Android Finanzierung Hacking Hardware Cloud & Infrastruktur KMU Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

«Zwischen KI-Vision und Prozessrealität» - Quotes & Thoughts
Mit Thomas Hottinger, Managing Director des SAP-Partners Innflow, habe ich mich über die neue Strategie des «Autonomous Enterprise» von SAP unterhalten. Im Gespräch erklärte er, weshalb Prozessreife und Datenqualität die entscheidenden Voraussetzungen für den erfolgreichen KI-Einsatz sind, welche Themen Schweizer Unternehmen aktuell beschäftigen und warum Cloud-Strategien nicht zwangsläufig im Widerspruch zu Datensouveränität stehen.
5 Minuten
Mitel holt Ben Macdonald an die Channel-Spitze
Der Kommunikationsspezialist Mitel hat Ben Macdonald zum Vice President Global Channel Go-to-Market ernannt. Der langjährige Channel-Manager soll die weltweite Partnerstrategie weiterentwickeln und das Wachstum im Partnergeschäft vorantreiben.
3 Minuten
10. Jun 2026
ESTI – BenQ ruft GV31 Mini-Projektor zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) ruft BenQ den GV31 Mini-Projektor zurück. Der Akku kann überhitzen und dadurch ein Brandrisiko entstehen. Konsumenten können das Produkt an BenQ zurücksenden und erhalten einen Akkutausch oder ein Upgrade auf GV32.
2 Minuten
10. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Stärkung der globalen Position der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation - Swissnex-Jahresbericht 2025
Swissnex ist das weltweite Schweizer Netzwerk für Bildung, Forschung und Innovation. Auch im Jahr 2025 hat es seine Mission mit weitreichenden Initiativen rund um den Globus fortgesetzt. Das Berichtsjahr war durch eine verstärkte Fokussierung auf künstliche Intelligenz (KI), planetare Diplomatie, Klimaresilienz und Quantentechnologien geprägt. 
4 Minuten
15. Apr 2026
Steuerfahnder führen Razzia bei Herweck durch
Bei der Herweck AG haben Behörden Geschäftsräume durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmasslichen Umsatzsteuerbetrugs bei Geschäftspartnern des Distributors. Herweck kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.
2 Minuten
14. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige