Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Apple fordert Abschaffung des EU-Wettbewerbsgesetzes

Apple hat die Abschaffung der EU-Wettbewerbsregeln für Digitalkonzerne gefordert. Das entsprechende Gesetz solle aufgehoben werden, bis ein "geeigneterer Rechtsrahmen" ausgearbeitet sei, schrieb Apple in einem Positionspapier an die EU-Kommission.
© (Quelle: JRdes / Shutterstock)

Der US-Konzern streitet seit Jahren mit Brüssel über die Wettbewerbsregeln, zuletzt hatte auch US-Präsident Donald Trump den Druck auf Brüssel erhöht. Im Kern geht es um das Gesetz für digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA), mit dem die Europäische Union (EU) die Marktmacht grosser Digitalkonzerne einschränken will. Neben Apple fallen die Google-Mutter Alphabet, Amazon, der Tiktok-Inhaber Bytedance, Meta und Microsoft sowie die

Buchungsplattform Booking unter das Gesetz.

Die EU-Kommission wirft Apple eine Reihe von Verstössen gegen das Gesetz vor. Sie hatte im April ein Bussgeld in Höhe von 500 Millionen Euro verhängt, gegen das Apple bereits vor Gericht gezogen ist. Die Kommission droht Apple zudem mit weiteren Strafen, sollte der Konzern seine Geschäftsbedingungen nicht an die Forderungen aus Brüssel anpassen.

Die EU-Wettbewerbshüter werfen Apple unter anderem vor, Entwickler und Nutzer mit einer Reihe von Regelungen zur Nutzung seines App Stores zu zwingen und Alternativen keine Chance zu lassen. Das Gesetz für digitale Märkte schreibt dem Konzern zudem vor, dafür zu sorgen, dass seine Geräte mit denen der Konkurrenz kompatibel sind - etwa ein iPhone mit Kopfhörern einer anderen Marke.

Apple argumentiert mit Verzögerungen

Apple argumentiert, dass diese Vorgaben sein Geschäftsmodell einschränken und die Einführung neuer Funktionen auf dem EU-Markt verzögern. Nach Unternehmensangaben betrifft das unter anderem die Direktübersetzung über Apple-Kopfhörer sowie die Übertragung von Nachrichten von einem iPhone auf einen Laptop. Als Grund gibt der US-Konzern an, Datenschutz- und Sicherheitsstandards seien womöglich niedriger, wenn Apple Informationen mit anderen Anbietern teilen müsse.

Das Unternehmen machte neben seiner Maximalforderung nach einer vollständigen Abschaffung des Gesetzes eine Reihe von Änderungsvorschlägen. Apple will sich demnach dafür einsetzen, dass anstelle der EU-Kommission eine anderen, unabhängige Behörde über die Bussgelder entscheidet.

Langjähriger Konflikt

Das EU-Gesetz für digitale Märkte gilt seit März vergangenen Jahres, die Streitigkeiten zwischen Apple und der Kommission reichen allerdings schon länger zurück. Im vergangenen Jahr verhängte Brüssel ein Bussgeld in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, weil Apple seine Stellung auf dem Markt für Musikstreaming-Dienste ausgenutzt habe. Diese Strafe fusste auf den allgemeinen Wettbewerbsregeln der EU, die für alle Unternehmen über die Branchen hinweg gelten.

US-Präsident Trump hatte im August mit neuen Zöllen gegen Länder mit Gesetze zur Regulierung von Digitalkonzernen gedroht - und damit wohl auch auf die EU abgezielt. In einer kurz vorher veröffentlichten Handelserklärung machten beide Seiten keine Zusagen im Zusammenhang mit den Digitalgesetzen.

Recht Apple Europa
Anzeige

Neueste Beiträge

Stand der IKT-Vorhaben im VBS
Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 11. Februar 2026 über den Stand der wichtigsten IKT-Vorhaben im VBS informiert. Dabei nahm er Kenntnis von der Umsetzung und der Wirksamkeit der ergriffenen Steuerungs- und Aufsichtsmassnahmen.
2 Minuten
12. Feb 2026
Chip macht autonome Autos reaktionsschneller
Forscher der University of Hong Kong, der Beihang University, weitere Kollegen aus China und Saudi-Arabien sowie von der Universität in Cambridge haben einen neue Hardware in Form eines Chips zur schnelleren Reaktion für autonom fahrende Autos und Roboter entwickelt.
2 Minuten
Swisscom 2025 mit mehr Umsatz aber weniger Gewinn
Nach der Akquisition von Vodafone Italia präsentieren sich die Zahlen für das Jahr 2025 wie erwartet: Die Swisscom Gruppe steigerte den Umsatz um 36,6% auf CHF 15'048 Mio. Der Reingewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 17,6% auf CHF 1'270 Mio.
4 Minuten
12. Feb 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Top-CIOs: Stefan Pleisch, Zurich Schweiz - Vorgestellt
Die CIOs der grössten Schweizer Firmen stellen sich vor und berichten von anstehenden Projekten sowie aktuellen Herausforderungen.
2 Minuten
Suchen und finden - das Leitmotiv der ICT Networkingparty 2026
Am 22. Januar 2026 versammelte sich die Schweizer ICT-Szene zum traditionellen Jahresauftakt im Bern­er Kursaal: die ICT Networking Party. Unter dem Motto «Wer sucht, der findet» stand das Programm ganz im Zeichen der Suche – nach Bedeutung, Orientierungswissen und überraschenden Einsichten.
3 Minuten
Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige