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Lesedauer 3 Min.

AI Business Specialists sollen KI-Potenzial nutzbar machen

Der von ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen mit der Wirtschaft neu entwickelte eidgenössische Fachausweis «AI Business Specialist» hat vom Bund grünes Licht erhalten. Der Durchführung der geplanten ersten Berufsprüfung im Herbst 2026 steht somit nichts im Weg.
So sieht Gemini von Google ein Themenbild zum Fachausweis «AI Business Specialist».
© (Quelle: Gemini KI)

AI Business Specialists erschliessen als Brückenbauer/innen zwischen Technologie und Business systematisch das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI).

Damit Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich in ihre Geschäftsprozesse einbinden können, brauchen sie Fachkräfte, die strategisch planen, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten erkennen, passende Lösungen entwickeln und KI-Projekte von Anfang bis Ende begleiten. Hier kommen die künftigen AI Business Specialists mit eidgenössischem Fachausweis ins Spiel. Diese neue Weiterbildung in der höheren Berufsbildung wurde von ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft und der Bildung entwickelt. 

Nachhaltigen Mehrwert schaffen

Als interdisziplinär ausgebildete Fachpersonen beraten AI Business Specialists Unternehmen jeglicher Branchen. Sie steuern KI-Initiativen und initiieren notwendige Veränderungs- und Lernprozesse. Sie verbinden ihr Fachwissen mit Technologie und methodischer Kompetenz und agieren als Brückenbauer/innen zwischen Geschäftsstrategie, operativer Umsetzung und technologischer Innovation. Ihr Ziel ist es, mit KI-Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert für Organisationen, Mit­arbeitende und die Gesellschaft zu schaffen – sei es durch effizientere Prozesse, neue Produkte oder die Förderung eines ethisch reflektierten KI-Einsatzes im betrieblichen Alltag.

Auch für Quereinsteigende

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat die Prüfungsordnung und zughörige Wegleitung zur neuen Berufsprüfung «AI Business Specialist mit eidgenössischem Fachausweis» nun freigegeben. Interessierte können bei ICT-Berufsbildung Schweiz über das Vorabklärungsportal feststellen lassen, ob sie zur Prüfung zugelassen sind. Auch ohne eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) im ICT-Bereich ist eine Zulassung möglich: Mit einem EFZ im ICT-Berufsfeld braucht man nur 2 Jahre Berufspraxis. Mit einem EFZ oder einer gleichwertigen Ausbildung aus einem anderen Berufsfeld werden 4 Jahre Berufspraxis verlangt, davon mindestens 2 Jahre in der Entwicklung oder im Management von Projekten, Produkten oder Prozessen. 

Hohe Nachfrage

«Die Nachfrage nach der neuen Berufsprüfung ist für eine neue Weiterbildung überdurchschnittlich hoch. Das bestätigt, dass wir damit eine Lücke im Angebot schliessen», sagt Dietmar Eglseder, Projektleiter und Leiter höhere Berufsbildung bei ICT-Berufsbildung Schweiz. «Die Wirtschaft braucht formal qualifizierte Fachkräfte, die das Potenzial aus KI ausschöpfen können. Künstliche Intelligenz entfaltet ihren Nutzen für Unternehmen erst durch Menschen, die sie verstehen, gestalten und verantwortungsvoll einsetzen.» Die erste Berufsprüfung wird wie geplant im Herbst 2026 stattfinden. Vorbereitungskurse werden von folgenden Anbietern aus der ganzen Schweiz durchgeführt: ICT Berufsbildung Aargau, ICT-LearnFactory, IFA, SIW, IBAW, Microwin, ATED, DigitalStrategies Academy, ESM Ecole de Management et Communication, FFD Romandie, HKV Aarau, HSO, InVia, Juventus Wirtschaftsschule, KV Business School Zürich, KV Luzern, kv pro, SMSchool, Swiss Cyber Institute und WKS. Die ersten Kurse sind bereits gestartet.

Künstliche Intelligenz (KI) Bildung Karriere
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