WLAN 14.03.2019, 10:19 Uhr

Test: Mesh-Router D-Link COVR-2202

Nicht nur schön anzusehen: D-Links Mesh-Router-Starterset COVR-2202 bietet hohes Tempo und eine erstklassige App. Der Test zeigt die weiteren Qualitäten.
D-Link COVR-2202: reichweitenstark
(Quelle: D-Link)
D-Links Mesh-Netzwerk-Starter-Set COVR-2202 wechselt für einen Strassenpreis von 297 Franken den Besitzer. Was dieser dafür bekommt? Das Paket besteht aus zwei Mesh-Routern, die zusammen eine Fläche von bis zu 550 Quadratmeter per WLAN abdecken sollen. Neben den beiden Routern und Stromsteckern lag ausserdem ein schmales LAN-Kabel sowie ein Mini-Faltblatt als Installationshilfe der Verpackung bei.
D-Link COVR-2202: Rückseite mit den Anschlüssen
(Quelle: D-Link)
Ausstattungsseitig bestehen die beiden einzelnen 11 Zentimeter grossen, Kubus-förmigen MU-MIMO-fähigen Netzwerkknoten aus jeweils einer WPS-Taste und zwei Gigabit-LAN-Ports, die rückseitig unten in einem Schacht angebracht sind. Hier hätten den Geräten mehr LAN-Ports oder auch eine USB-Buchse, um den Anschluss eines Druckers oder externen Speichers zu ermöglichen, gut zu Gesicht gestanden. Sei's drum. Jeder der beiden Netzwerkknoten funkt auf insgesamt drei Bändern. Im Detail auf zwei, leicht zueinander verschobenen 5-GHz-Frequenzbändern mit jeweils 866 Mbit/s sowie und einem 2,4-GHz-Band (max. 400 Mbit/s). Der Clou: Eines der beiden 5-GHz-Frequenzbänder reserviert das COVR-2202-System, um direkt mit weiteren COVR-Mesh-Routern, die sich in dem entsprechenden Netzwerk befinden, zu kommunizieren.

Die D-Link WiFi-App

D-Links WiFi-App informiert über die Up- und Downloadrate
(Quelle: D-Link)
Dreh- und Angelpunkt, um das COVR-System überhaupt in Betrieb zu nehmen, ist die hauseigene WiFi-App, die in den App-Stores von Apple und Google gratis zum Download bereitsteht. Nach dem Download der knapp 28 MB grossen App übernimmt ein Assistent und führt den Anwender Schritt für Schritt durch die Installationsroutine. Zuerst wird der neue Netzwerkname (SSID), danach das Passwort festgelegt. Im zweiten Schritt muss der als «COVR-Point-A» bezeichnete Netzwerkknoten per LAN-Kabel an einen freien Netzwerk-Port des Modem-Routers angeschlossen werden. Danach spannt die App das entsprechende Netzwerk auf und bindet den ersten der beiden Mesh-Router automatisch in das neue Netzwerk ein. Im nächsten Schritt wird nun der zweite Netzwerkknoten des Sets an den gewünschten Ort im Haus oder der Wohnung platziert. Auch diesen erkannte die D-Link-App fehlerfrei und integrierte ihn in das neue Netzwerk.
D-Links COVR-2202-App: alles im Blick
(Quelle: D-Link)
Summa summarum vergingen rund 25 Minuten, bis das Set fixfertig installiert war und in Betrieb genommen werden konnte. Auch die App selbst zeigt sich ausgesprochen anwenderfreundlich. Aufgebaut ist das einfach zu bedienende Minitool in Kacheln. Hier lassen sich u.a. die Gerätekonfigurationen einsehen, ändern sowie auch Firmware-Updates vornehmen. Zudem zeigt das Tool unter dem Punkt Clients sämtliche Endgeräte wie z.B. Handys, Tablets, PC, Notebooks etc. an, die aktuell auf das Mesh-Netzwerk zugreifen. Ebenso implementiert der Hersteller D-Link in seine App eine Kindersicherung und einen vom eigentlichen Netzwerk entkoppelten Gastzugang, um Besuchern einen Netzwerkzugang zu ermöglichen. Schöner Beiwert ist zudem die Integration von Amazon Alexa und dem Google-Assistant, um das COVR-2202-System auch über Sprachbefehle zu steuern. Die entsprechenden Dienste finden sich im Punkt Cloud-Dienst der App. Allerdings müssen sich Anwender von dem Benutzen direkt mit einem D-Link-Konto registrieren.

Tempo und Fazit

D-Link COVR-2202: das Mesh-Router-Set
(Quelle: D-Link)
Zum Tempotest: Mit dem Internet verbunden schaffte das Duo eine Upload-Rate von 34 Mbit/s, Downloads werden mit einem Tempo von 36 Mbit/s bewältigt. Die Geschwindigkeit ist dabei natürlich von der zur Verfügung stehenden Bandbreite des Internetproviders abhängig, und ist in diesem Fall die limitierende Grösse. Wird im internen Netzwerk gefunkt, entfaltet das D-Link-Set seine Stärke. Mit dem Set konnten wir nicht nur insgesamt drei Stockwerke unterbrechungsfrei abdecken. Auch das Tempo liess beim Test aufhorchen: Beim ersten Messpunkt, der 10 Meter vom ersten «Point-A»-Netzwerkknoten entfernt aufgenommen wurde, lag das Tempo bei hohen 426 Mbit/s. In einer Entfernung von 50 Metern und einem Stockwerk tiefer blieben immer noch starke 200 Mbit/s übrig. Beim dritten, 100 Meter entfernten Messpunkt, der auf der gleichen Etage lag, konnten wir noch eine Bandbreite von 116 Mbit/s messen. Mit diesem Tempo konnten problemlos zwei 4K-Filme parallel gestreamt werden und auf einem dritten Endgerät verzögerungsfrei gesurft werden, ohne dass es zu Aussetzern oder Rucklern beim Abspielen der beiden UHD-Filme kam.
Fazit: D-Links COVR-2202 ist ein leistungsfähiges und elegantes Mesh-Set, das bereits als Starterset eine hohe Abdeckung und Stabilität bietet. Etwas mehr Anschlussmöglichkeiten hätten wir uns allerdings auch gewünscht.
D-Link COVR-2202
Positiv: Reichweite, Design, Installation, App
Negativ: Anzahl der Ethernet-Ports, kein USB
Details: Details: 2er Set, Mesh-Router, 2 x 5 GHz (je 866 Mbit/s), 2,4 GHz (400 Mbit/s), 2 x Gbit-LAN, WPS, Ein-Ausschalter, MU-MIMO, Wi-Fi-App, Gastzugang, Kindersicherung, Alexa/Google Assistant, 2 Jahre Bing In
Strassenpreis: Fr.297.-
Info: www.digitec.ch


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