Audio und Video 26.03.2019, 07:24 Uhr

iPad Pro 11 im Test

Für Kreative und Medienschaffende ist Apples Tablet die beste Wahl. Das iPad Pro 11 punktet vor allem mit seiner hohen Farbtiefe und einer sehr homogenen  Ausleuchtung.
(Quelle: Apple )
Kann das Tablet nicht schnell genug sein, führt kein Weg am Apple iPad Pro vorbei. Mit seiner A12X-Bionic-CPU schlug das je nach Konfiguration mindestens 898 Franken teure iPad im Test mühelos auch die schnellsten, mit Intel-Core-i7-Prozessoren ausgerüsteten Windows-Tablets. Und bei der Grafik-Performance hatten selbst flotte Business-Konkurrenten wie die Android-basierten Tablets Huawei MediaPad M5 Pro und Samsung Galaxy Tab S4 keine Chance. Dank Nvidia-GPU GeForce MX150 wurde einzig das Acer Switch 7 bei 3D-Berechnungen nicht völlig vom iPad Pro abgehängt.

Farbechtes True-Tone-Display

Die Bestnote verdiente sich das 5,9 Millimeter dünne und 470 Gramm leichte iPad Pro auch für sein Display, das Medienschaffenden eine ideale Arbeitsumgebung bietet. Unterstützt von einem Helligkeitssensor passt das bis zu 512 cd/m² helle und mit 1707:1 sehr kontraststarke Display die Farbtemperatur automatisch dem Umgebungslicht an und erzielt eine originalgetreue Farbdarstellung. Dazu kommen hervorragend abgestimmte Bildparameter, eine sehr gleichmässige Ausleuchtung der Bildfläche und die derzeit besten Kameras im Tablet-Bereich. In der getesteten 11-Zoll-Variante liefert das iPad Pro 2388 x 1668 Pixel Auflösung und erzielt mit 264 ppi die gleich Pixeldichte wie die 12,9-Zoll-Variante. Das Display arbeitet mit einer dynamischen Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz. Bewegungen erscheinen so absolut flüssig. Der optionale Apple Pencil für zusätzliche 149 Franken vermittelt den Eindruck, wie auf echtem Papier zu zeichnen.

Home-Button und Fingerabdrucksensor abgeschafft

Wer bereits den iPad-Pro-Vorgänger genutzt hat, muss sich bei der Neuauflage umstellen, weil Apple den Home-Button und damit auch den Fingerabdrucksensor kurzerhand abgeschafft hat. Stattdessen wird das iPad nun komplett über den Bildschirm bedient und per Gesichtserkennung entsperrt. Durch den eingesparten Platz vergrösserte sich das Display von 10,5 auf jetzt 11 Zoll. Die grosse Variante des neuen iPad Pro ist weiterhin 12,9 Zoll gross und kostet bis zu knapp 2200 Franken.
Anders als die Windows-Tablets von Acer und Lenovo ist das iPad Pro kein vollwertiger Notebook-Ersatz, weil seine mobile Ausrichtung letztlich zu kompromissbehaftet ist. Einmal, weil das optionale Smart Keyboard (ab 199 Franken) mit seinen kleinen Plastiktasten keine Konkurrenz für eine Notebook-Tastatur darstellt. Zudem gibt es neben WLAN, Bluetooth und optionalem LTE nur einen USB-C-Port. Das macht den Kauf von Adaptern quasi unumgänglich, wenn man Zubehör wie Kartenleser oder ein externes Display anschliessen will. Zu guter Letzt hat das Software-Angebot für Profi-Ansprüche Lücken. Das für Android schon verfügbare Adobe Photoshop CC soll erst im Lauf des Jahres auch für das iPad erscheinen.


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