Smart Glasses 05.02.2018, 17:56 Uhr

Intel arbeitet an neuer Datenbrille «Vaunt»

Ganz ohne Display: Der Chipspezialist Intel arbeitet an einer schlanken Datenbrille, die sich rein optisch kaum von herkömmlichen Sehhilfen unterscheidet. Das Tech-Gadget projiziert Benachrichtigungen direkt auf die Netzhaut des Trägers.
(Quelle: Alexander Tolstykh / Shutterstock.com)
Wie das US-amerikanische Tech-Portal «The Verge» berichtet, arbeitet Intel aktuell an einer neuartigen Daten-Brille. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen wie Google Glass unterscheidet sich das «Vaunt» getaufte Gadget optisch kaum von herkömmlichen Brillen. Intel verbaut nämlich keine zusätzlichen Displays oder deutlich sichtbare Kameras im Brillengehäuse. Für die Darstellung von Benachrichtigungen ist hingegen ein kleiner Projektor im Gestell integriert, der Informationen direkt auf die Netzhaut des Trägers projiziert.
Damit die Informationen dezent im unteren Rand des Sichtfelds dargestellt werden, müssen die Brillen genau an den Augenabstand des Nutzers angepasst sein. Für die Bedienung der Brille genügen Gesten wie ein leichtes Kopfschütteln, um etwa nicht benötigte Benachrichtigungen zu verwerfen.
Für die Projektionen kommt ein sogenannter VCSEL zum Einsatz. Der kryptische Begriff steht für Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser. Dies ist ein Niedrigenergie-Laser der Klasse eins, der laut Hersteller keine Gefahr für den Träger darstellt.
In der Praxis sollen die Intel-Brillen ganz AR-typisch nützliche Zusatzinformationen zu Restaurants, Navigationsbefehle oder andere Inhalte wie die Zutaten für ein Rezept bereithalten. Allerdings wolle man nicht sämtliche Benachrichtigungen von gekoppelten Smartphones auf die Vaunt-Glasses spiegeln. Dies würde die meisten Anwender auf Dauer abschrecken und von der Nutzung abhalten. Im Einsatz entscheidet darum eine KI, welche Inhalte wann darzustellen sind.
Bei den Vaunt-Brillen handelt es sich derzeit noch um reine Prototypen, die von Intels neuer Geräteabteilung gefertigt werden. Im weiteren Verlauf des Jahres will der Hersteller die Geräte aber auch Entwicklern zur Verfügung stellen.


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