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Lesedauer 4 Min.

Künstliche Intelligenz prägt die Schweiz der Zukunft

Eine Studie der Innovate Switzerland Community, durchgeführt vom Think Tank W.I.R.E. mit Unterstützung des AI-Centers der ETH Zürich und Microsoft Schweiz, hebt das grosse Potenzial von Künstlicher Intelligenz für das Wirtschaftswachstum in der Schweiz hervor.
Laut der Studie sind 86 Prozent der Befragten der Ansicht, dass KI die Innovationskraft von Unternehmen deutlich fördern kann.
© (Quelle: W.I.R.E.)

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen der Schweiz. Insbesondere wird erwartet, dass KI hilft, den Arbeitskräftemangel zu lindern und die Forschung weiter zu fördern. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Think Tank W.I.R.E., welche im Auftrag von Microsoft Schweiz im Rahmen der Innovate Switzerland Community erstellt wurde.

Laut der Studie ist KI eine wichtige Voraussetzung für den Umgang mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen. So sehen 74 % der befragten Unternehmen KI als Schlüsseltechnologie, um die Produktivität zu steigern und den Fachkräftemangel auszugleichen. Dabei wird auch die Forschungsleistung der Schweiz weiter gestärkt, was zu langfristigen Vorteilen führen könnte.

Wirtschaftlicher Nutzen trotz unklarer Arbeitsmarktauswirkungen

Die befragten Unternehmen glauben, dass KI die Produktivität, Rentabilität und Innovationsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft erheblich steigern kann. Dabei äussern 82 % der Unternehmen die Erwartung, dass KI zu höheren Effizienzgewinnen führen wird. Gleichzeitig bleiben jedoch Unsicherheiten bestehen: Es ist unklar, ob KI letztlich zu einem Anstieg oder Rückgang der Arbeitsplätze führt. Während 40 % der Unternehmen erwarten, dass KI neue Arbeitsplätze schafft, befürchten 38 % einen Rückgang durch Automatisierung. Diese Unsicherheit macht den Übergang in eine von KI geprägte Arbeitswelt zu einer der grössten Herausforderungen.

Gesellschaftliche Chancen und Risiken

KI bietet der Gesellschaft potenziell grosse Vorteile. Insbesondere die Entscheidungsfindung könnte durch KI verbessert werden, was im Umgang mit Desinformation hilfreich sein kann. Rund 67 % der befragten Unternehmen und Organisationen erwarten, dass KI das allgemeine Wohlstandsniveau erhöht.

«Wenn anstelle der gewohnten Suchmaschinen KI-generierte Antworten geliefert werden, verändert das grundlegend, wie Menschen Informationen erhalten», gibt Dr. Monica Dell’Anna, Swissquote, zu bedenken. © Quelle: Swissquote

Gleichzeitig zeigen sich Bedenken in den Bereichen Sicherheit und Fairness. Kritisch wird betrachtet, wie KI den Umgang mit sensiblen Daten beeinflusst und ob Algorithmen stets fair und transparent agieren. Hier sehen 54 % der befragten Unternehmen regulatorischen Handlungsbedarf, um Missbrauch zu verhindern.

KI und die Umwelt

KI hat nicht nur Auswirkungen auf die Wirtschaft, sondern auch auf die Umwelt. Unternehmen erwarten einerseits einen höheren Energieverbrauch durch den vermehrten Einsatz von KI-Technologien. Andererseits könnte KI dazu beitragen, den Ressourcenverbrauch zu optimieren und den Klimawandel zu verlangsamen. Laut der Studie sehen 62 % der Unternehmen Potenzial in der Nutzung von KI zur Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und zur Steigerung der Energieeffizienz. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, den wachsenden Energiebedarf der Rechenzentren nachhaltig zu gestalten.

Herausforderungen für eine verantwortungsvolle Nutzung

Obwohl KI ein enormes Potenzial birgt, stehen viele Schweizer Unternehmen vor der Herausforderung, sie verantwortungsvoll zu nutzen. Laut der Studie haben nur 28 % der Organisationen eine klare Strategie zum Umgang mit den gesellschaftlichen Herausforderungen von KI.

«KI bietet, wenn man vorsichtig herangeht, eine grosse Chance», so Prof. Dr. Gudela Grote, ETH Zürich. © Quelle: Wikipedia/ETH

Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben Schwierigkeiten, die notwendigen Ressourcen für eine nachhaltige KI-Nutzung aufzubringen. Daher ist es essenziell, diese Unternehmen bei der Entwicklung von ethischen Richtlinien und Strategien zu unterstützen, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Kompetenzaufbau als Schlüssel zum Erfolg

Um die Potenziale von KI langfristig auszuschöpfen, ist ein gezielter Kompetenzaufbau notwendig. Vor allem bei KMU und in der breiten Bevölkerung besteht hier ein erheblicher Nachholbedarf. Die Studie zeigt, dass 72 % der KMU keine ausreichenden Fähigkeiten im Umgang mit KI haben. Daher ist es entscheidend, gezielte Bildungsmassnahmen zu entwickeln, um diese Lücken zu schliessen. Schulungen und Weiterbildungsprogramme könnten helfen, den Zugang zur Technologie zu erleichtern und deren Potenziale vollständig zu nutzen. Nur durch umfassende Bildung und Sensibilisierung kann die Schweiz ihren Innovationsvorsprung im Bereich KI sichern.

Die gesamte Studie gibt es hier zum Download.

Künstliche Intelligenz (KI) Microsoft
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