EPFL 25.07.2018, 19:01 Uhr

Exzitonen statt Elektronen: Revolution für die Elektronik

Forscher an der ETH Lausanne haben einen Transistor mit Exzitonen statt Elektronen gebaut. Durch Verwendung dieser erregbaren Teilchen sollen Elektronikbauteile schneller, kleiner und effizienter werden.
(Quelle: Lanes/EPFL )
Wissenschaftler der ETH Lausanne (EPFL) haben Versuche mit Exzitonen statt Elektronen in Halbleitern durchgeführt und ihre Erfahrungen im Fachmagazin Nature veröffentlicht.
Bei den wenig bekannten Exzitonen handelt es sich um Teilchen, die sich anregen lassen (engl.: to excite). Unter Verwendung dieser Teilchen haben die EPFL-Forscher einen Transistor gebaut, der – und das war bislang nicht möglich – bei Raumtemperatur funktioniert.
Das EPFL-Forscherteam das den Exzitonen-Transistor entwickelt hat: Alberto Ciarrocchi, Ahmet Avsar, Dmitrii Unuchek und Andras Kis (v.l.n.r.)
(Quelle: A. Herzog / EPFL)
«Unsere Forschungsarbeit zeigt, dass wir durch die Manipulation von Exzitonen einen komplett neue Zugang zur Elektronik entdeckt haben», sagt Andras Kis, der das Nanoelektronik-Lab der EPFL, Lanes (Laboratory  of Nanoscale Electronics and Structures), leitet. Man sei auf ein neues Forschungsfeld gestossen, dessen Bedeutung man noch gar nicht ermessen könne, so Kis weiter.
Der Durchbruch soll schlussendlich in die Entwicklung von opto-elektronischen Bauteilen münden, die kleiner und schneller sind als herkömmliche Elemente. Zudem ist nun eine Kombination von optischer Übertragung und elektronischer Datenverarbeitung in ein und dem selben Baustein möglich.


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